„Rickmers Reismühle“ bleibt in Bremen

Wohnbau auf der Weserinsel

Verkauft: Auf dem Gelände von „Rickmers Reismühle“ will die Specht-Gruppe Wohnungen errichten. Die Reismühle bleibt in Bremen.
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Verkauft: Auf dem Gelände von „Rickmers Reismühle“ will die Specht-Gruppe Wohnungen errichten. Die Reismühle bleibt in Bremen.

Bremen - „Rickmers Reismühle“ verlässt die Weserinsel. Die Specht-Gruppe will das Areal in ein Wohngebiet umgestalten.

Im August hat sich die Bremer Specht-Gruppe, bislang vor allem spezialisiert auf den Vertrieb von Pflegeimmobilien, den Zuschlag für das letzte große Grundstück auf der Weserinsel gesichert – ein 3,2 Hektar großes Grundstück, auf dem derzeit „Rickmers Reismühle“ angesiedelt ist. Specht will das Areal „von einem Gewerbe- in ein attraktives Wohngebiet umgestalten“.

Das Bremer Bauressort und die eigens gegründete Specht-Tochter „Park-Quartier Weserinsel“ haben jetzt weitere Weichen für die Entwicklung des Gebietes gestellt. Die beiden Parteien verständigten sich in einem „Letter of Intent“ auf die weitere Entwicklung des Geländes, das frei wird, weil die „Rickmers Reismühle“ den Standort aufgeben und innerhalb Bremens umziehen will.

Der Absichtserklärung zufolge soll an dem Standort auf der Überseeinsel – in Nachbarschaft zum ehemaligen Kellogg-Areal, das der Windparkprojektierer WPD gekauft hat, und dem Gelände der Spedition Reimer, das der Bremer Bauunternehmer Kurt Zech erworben hat – bevorzugt Wohnbebauung entwickelt werden. Vorgesehen sind 32 000 bis 35 000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche, heißt es.

35000 Quadratmeter Bruttogeschossfläche

Weitere Details wurden festgezurrt. So sollen 30 Prozent der Wohnungen als geförderter Wohnungsbau umgesetzt werden. Alle Gebäude sollen mit hohem Energieeffizienz-Standard (KfW 40) ausgestattet werden. Wegen der „exponierten Lage des Grundstücks an der Weser“ sollen für alle Bauvorhaben städtebaulich-archtektonische Wettbewerbe durchgeführt werden. Weiteren Angaben zufolge ist ein Mobilitätskonzept verabredet, das lediglich zu 20 Prozent auf Autos setzt. Auf den Dächern der Neubauten sollen Photovoltaikanlagen errichtet werden. Eine Kita und Kinderspielplätze sind geplant.

Rolf Specht, Inhaber der Specht-Gruppe, sagt: „Für uns ist dieser ,Letter of Intent’ eine ausgezeichnete und solide Planungsgrundlage. So können wir mit der Stadt als verlässlichem Partner das Quartier entwickeln und schon im kommenden Jahr mit den städtebaulichen Entwürfen und Wettbewerben beginnen.“ Bausenatorin Maike Schaefer (Grüne) verweist unter anderem auf das „zukunftsweisende Mobilitätskonzept“ und sagt: „Ich bin der festen Überzeugung, dass auf dem Grundstück ein tolles, urbanes Quartier entstehen wird, das die Überseestadt weiter bereichert.“

„Zukunftsweisendes Mobilitätskonzept“

Schaefer verweist auch darauf, dass es gelungen sei, für das 1899 gegründete Traditionsunternehmen „Rickmers Reismühle“ mit seinen rund 100 Arbeitsplätzen eine dauerhafte Perspektive in Bremen zu eröffnen. Und hier kommen ihre Wirtschafts-Kollegin Kristina Vogt (Linke) und das Ressort ins Spiel.

Die hat von der italienischen Reismühle-Gesellschafterin „Pifin“ die Zusage erhalten, dass in der Hansestadt ein neuer Unternehmensstandort errichtet wird. Vogt sagt: „In diesem Prozess gibt es nur Gewinner.“ Der Geschäftsführer der „Rickmers Reismühle“, Ulrich Mittmann, ergänzt: „Es ist für uns wichtig, einen neuen Standort in Bremen zu suchen, um unser wichtigstes Kapital, das Know-how unserer Mitarbeiter, beim notwendigen Strukturwandel mitzunehmen.“

Reismühle bleibt in Bremen

Das Unternehmen will eine Bestandsimmobilie erwerben und umbauen oder einen Neubau in einem Bremer Gewerbegebiet realisieren. Der Umzug erfolgt nach der Fertigstellung des neuen Standorts, heißt es.

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