Wohnaufsicht spricht mit neuem Betreiber über mögliche Übernahme statt Schließung

Chance für Altenheim-Bewohner?

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Wird die Schließung des Altenheims in Kirchhuchting noch abgewendet?

Bremen - Wird die drohende Schließung der Seniorenresidenz Kirchhuchting doch noch abgewendet? Zumindest besteht nach ges-trigen Gesprächen mit dem Sozialressort Hoffnung für die verbliebenen knapp 60 Bewohner, dass sie in ihrer gewohnten Umgebung bleiben können. Eigentlich sollte das Altenheim bis morgen, Donnerstag, seine Pforten schließen.

Nach Angaben des Sozialressorts prüft die zur Behörde gehörende Wohn- und Betreuungsaufsicht (WBA) „unter Hochdruck“ einen am Montag vorgelegten Antrag zur nahtlosen Übernahme der Residenz. Wie berichtet, hatte die WBA wiederholt Mängel in der Einrichtung festgestellt und Ende November die Schließung angeordnet. Den Eilantrag, mit dem der bisherige Betreiber Mediko das Aus verhindern wollte, hatte das Verwaltungsgericht am Freitag abgelehnt. Daraufhin hielt die WBA an der Schließung fest. Parallel zur Gerichtsentscheidung brachte Mediko die Curata Care Holding als neue Betreiberin ins Gespräch. Das Unternehmen mit Sitz in Düsseldorf betreibt in der Region unter anderem Altenheime in Syke, Bassum und Sudwalde.

Curata habe „auf Grundlage einer erfreulich realistischen Einschätzung“ inzwischen Planungen vorgelegt, die mit der WBA „sehr ernsthaft erörtert wurden“, sagte Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne). Nun müsse Curata nachweisen, dass sie die Einrichtung auch mit den erforderlichen personellen Veränderungen schon ab Freitag übernehmen könne, so Stahmann. Sie selbst nahm sich gestern eine Stunde Zeit, mit Bewohnern des Heims und Angehörigen über die Situation zu sprechen. Diese machten der Senatorin deutlich, dass sie in ihrem gewohnten Umfeld bleiben möchten. Stahmann zeigte dafür „großes Verständnis“. Gerade für Bewohner mit geringem Pflegebedarf, die von Pflegemängeln wenig betroffen seien, sei ein Umzug in eine andere Einrichtung schwer einzusehen.

Es sei bedauerlich, so die Senatorin, dass die Situation zwei Wochen nach der Schließungsverfügung immer noch ungeklärt sei. Dem bisherigen Träger warf sie vor, das Angebot zur Übergabe an einen geeigneten Träger bis zuletzt zurückgehalten zu haben: „Hier ist auf Kosten der Bewohner taktiert worden.“

Die Prüfung zum Konzept und zur Personalausstattung unter dem neuen Träger soll jetzt „schnell und unbürokratisch“, aber mit Fachlichkeit erfolgen. „Wenn es dem Träger gelingt, nachvollziehbar und verbindlich darzulegen, dass er die Aufgabe schultern kann, dann soll die Übernahme nicht an der Behörde scheitern“, betonte Stahmann. Auch die Pflegekassenverbände hätten für diesen Fall zugesichert, dabei zu sein.

gn

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