Kastendiek: „Wir brauchen ein Konzept für die gesamte Bremer City“

Bremer CDU fordert "Masterplan Innenstadt"

Blick in die Obernstraße, aufgenommen im Jahr 1929 – also noch vor dem Bau des großen Karstadt-Hauses. Das Foto stammt aus dem Band „Die Bremer Altstadt – Wanderungen in die Vergangenheit“ (Edition Temmen).

Bremen (kuz). Ist Bremens Innenstadt attraktiv genug? Ist sie – auch aus dem Umland – gut zu erreichen? Was soll eine City leisten können? Fragen wie diese bleiben in der Diskussion. Gestern meldete sich die oppositionelle CDU zu Wort. Sie fordert einen „Masterplan Innenstadt“.

In einer Vorlage für eine gemeinsame Sitzung der Deputationen für Bau und Wirtschaft – in dieser Woche, am Donnerstag, 18. Februar, nämlich – beschreibt die Verwaltung städtebauliche Leitlinien zur Entwicklung des Ansgariviertels.

„Aus unserer Sicht sind diese Leitlinien eine gute Basis für die Entwicklung dieses Teils der Innenstadt“, erklärte gestern der wirtschaftspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, der frühere Wirtschaftssenator Jörg Kastendiek. Allerdings sei gleichwohl ein Konzept „für die gesamte Bremer Innenstadt“ nötig, das alle Quartiere einbeziehe.

Viele dieser Quartiere haben sich in den vergangenen Jahren stark verändert – ein Beispiel ist die Ansiedlung von Radio Bremen und Volkshochschule im Stephaniviertel, dem Verbindungsstück zur neu entstehenden Überseestadt. Andernorts wurde mit diesen Veränderungen nicht Schritt gehalten. Endlos etwa wurden Zustand und Zukunft des Brill-Tunnels diskutiert. Eine für Fußgänger wirklich befriedigende Verbindung von Hutfilterstraße und Faulenquartier gibt es an der Brill-Kreuzung noch immer nicht.

Ein Fokus liegt auch auf dem Bereich von Ansgarikirchhof und Hanseatenhof. Wie berichtet, plädierte hier die Handelskammer jüngst noch einmal für „politischen Mut“ zu radikalen Veränderungen. Durch eine Neugestaltung ließe sich der nötige Platz für die Ansiedlung mittelständisch und bremisch geprägten Einzelhandels schaffen – das ist die These. Auch in der Vorlage für die gemeinsame Deputationssitzung am Donnerstag steht das Gebiet um Ansgarikirchhof und Hanseatenhof im Mittelpunkt. Der CDU aber geht das nicht weit genug. Der baupolitische Sprecher Dieter Focke: „Es müssen auch grundsätzliche Entscheidungen über die Zukunft unserer Innenstadt getroffen werden.“

Dabei sei vor allem darauf zu achten, dass Neu- oder Umbauten sich langfristig in das gewachsene Stadtbild einfügten und architektonisch hohen Ansprüchen genügten, hieß es bei der CDU weiter. Es gelte, so Kastendiek, die Innenstadt „gegenüber anderen Standorten in Bremen und dem Umland“ zu stärken. All diese Dinge solle der geforderte „Masterplan“ mit „verbindlichen Aussagen“ formulieren.

Die CDU ihrerseits formulierte schon einmal die Themenfelder, die – nach ihrer Auffassung – in dem „Masterplan Innenstadt“ auftauchen sollten:

· Aufwertung des Wochenmarkts auf dem Domshof.

· Umfang der Verkaufsflächen und Branchenmix.

· Neugestaltung von Laufwegen unter Einbeziehung so genannter „1b“- und „2a“-Lagen.

· Bessere Erreichbarkeit der Innenstadt mit Autos und öffentlichen Verkehrsmitteln.

· Parkhaus-Analyse.

· Prioritätensetzung und Finanzierung.

· „Auswirkungen der zu erwartenden Einzelhandeltrends der nächsten zehn Jahre auf die Bremer Innenstadt.“

Die Einzelhändler will die CDU in die Entwicklung eines „Masterplans Innenstadt“ einbeziehen, erklärte Focke.

Externe Links

www.cdu-bremen.de

www.handelskammer-bremen.de

www.bremen-city.de

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