Wissenschaftler beziehen Erweiterungsbau des Fraunhofer-Instituts IFAM

Mehr Platz zum Forschen

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Der Neubau des Fraunhofer IFAM mit verbindender Brücke zum Hauptgebäude an der Wiener Straße. Fraunhofer IFAM

Bremen - Nach fast zwei Jahren Bauzeit ist jetzt in Uni-Nähe der Erweiterungsbau des Fraunhofer-Instituts für Fertigungstechnik und Angewandte Materialforschung (IFAM) eingeweiht worden. Auf rund 6200 Quadratmetern sind modernste Labore und Büroräume für mehr als 60 Wissenschaftler entstanden.

Mit Blick auf die Stärkung des Bremer Schwerpunkts „Materialwissenschaften“ wurden die Kosten in Höhe von zwölf Millionen Euro zu gleichen Teilen vom Land Bremen und vom Bund finanziert. Dieser dritte Bauabschnitt des Instituts ermöglicht es, vorhandene Forschungsschwerpunkte weiter zu stärken und gleichzeitig zukunftweisende neue Themen wie Faserverbund-Bauweisen, Energie, multifunktionale Beschichtungssysteme und Elektromobilität konsequent auszubauen, sagte eine Sprecherin des IFAM.

und Entwickeln – das haben sich die IFAM-Wissenschaftler gewünscht. Nun sind die ersten Geräte und Maschinen im Gebäude an der Wiener Straße im Technologiepark aufgebaut. Im Labor „Additive Fertigung“ werden alle 3D-Drucksysteme des Instituts installiert. Neben dem Selektiven Laserschmelzen wird dort auch ein binderbasiertes Druckverfahren eine neue Heimat finden, das beispielsweise die Herstellung 3D-gedruckter Metallbauteile ermöglicht, wie es heißt. Fertigungstechnische Aspekte stehen daneben auch bei der Oberflächentechnik im Vordergrund, etwa bei der kontinuierlichen Beschichtung von Kunststofffolien durch Plasmaprozesse.

In einem anderen Raum wird an materialwissenschaftlichen Lösungen für zukünftige Batterien gearbeitet. „Dabei steht insbesondere die Entwicklung von Feststoffbatterien ohne flüssige Elektrolyte im Fokus“, sagte die Sprecherin. Besonders wichtig sei die Erweiterung der technischen Nutzfläche für das Thema Faserverbundwerkstoffe und somit für den Leichtbau. Die Räume ermöglichten, Anlagen in ganz neuen Dimensionen zu realisieren und somit in neuartigen Konzepten für Materialien und Fertigungsprozesse zu denken – insbesondere für die Luftfahrt-, Automobil- und Windkraftindustrie.

Für die Weiterentwicklung der Elektromobilität forscht die Abteilung „Elektrische Antriebe“, die sich mit der Steigerung des Wirkungsgrads, der kompakten Bauweise und den zugehörigen Fertigungstechnologien für elektrische Antriebe beschäftigt. Im neuen Technikum wird an der Entwicklung prototypischer Antriebssysteme und deren Integration in Hybrid- und Elektrofahrzeugen gearbeitet. Ein Lernlabor bietet gleichzeitig eine praxisnahe Weiterbildung und fördert den Technologietransfer neuester Forschungsergebnisse.

Architektur und Gebäudetechnik wurden von „ATP Architekten Ingenieure“ geplant. Große Laborflächen sind mit Bürobereichen und Kommunikationsarealen verbunden. Atriumartige gläserne Einschnitte prägen den Charakter des Klinkerbaus. Ein transparenter Eingangsbereich, ein Foyer und Schaufenster zu den Forschungsbereichen sind als Zeichen einer Verzahnung mit der Öffentlichkeit gedacht. Eine gläserne Überbrückung der Wiener Straße verbindet das bestehende Institutsgebäude mit dem neuen Forscherhaus.

Nach eigenen Angaben ist das Fraunhofer IFAM eine der europaweit bedeutendsten unabhängigen Forschungseinrichtungen auf den Gebieten „Formgebung und Funktionswerkstoffe“ sowie „Klebtechnik und Oberflächen“.

gn

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