Jacobs-Zeremonie mit Hütewerfen

„Wissens-Arbeiter“ mit Auszeichnung

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Sie haben es geschafft: Rund 360 Absolventen der Jacobs-Uni aus mehr als 60 Ländern haben am Freitag auf dem Gelände der Privatuni in Grohn ihre Abschlusszertifikate bekommen. Hier ein Blick auf die Graduation, die Abschlussfeier. 

Bremen - Um die feierliche Zeremonie zu verfolgen, sind Eltern, Verwandte und Freunde aus aller Welt auf den Campus der Jacobs-Universität in Bremen-Nord gereist. Zur sogenannten „Graduation“, so der englische Begriff für die Abschlussfeier, ist aber auch noch ein weiterer besonderer Gast gekommen: Medizin-Nobelpreisträger Randy Schekman.

Rund 360 Absolventen aus mehr als 60 Ländern bekamen am Freitag auf dem Gelände der Bremer Privatuniversität ihre Abschlusszertifikate überreicht. Anschließend versammelte sich die „Class of 2017“ zum traditionellen Hütewerfen.

Zuvor aber sprach Schekman, der 2013 gemeinsam mit zwei weiteren Wissenschaftlern für seine Entdeckungen zu Transportprozessen in Zellen mit dem Medizin-Nobelpreis ausgezeichnet worden war, über die Chancen der Wissenschaft. „Die Möglichkeiten, Entdeckungen zu machen, sind größer denn je“, so Schekman. Die Wissenschaft sei weltweit so stark wie nie, kein temporärer politischer Einfluss könne die Ansammlung und Weitergabe von Wissen stoppen.

Neben den Absolventen bekam auch Schekman eine Auszeichnung: Der Wissenschaftler erhielt für seine Verdienste die Ehrendoktorwürde der Jacobs-Universität.

In einer Diskussionsveranstaltung der Privatuni am Donnerstagabend hatte Schekman jedoch auch kritisiert, wichtige wissenschaftliche Ergebnisse würden, trotz der Digitalisierung, oft nur in wenigen Fachzeitschriften veröffentlicht. Gleichzeitig würden wissenschaftliche Erkenntnisse immer stärker in Zweifel gezogen, wenn es zum Beispiel um die Klimaforschung gehe, so der 1948 geborene US-amerikanische Wissenschaftler, der damit wohl auch die Haltung von US-Präsident Donald Trump fest im Blick hatte.

Hauptredner bei der Graduation war Autor und Blogger Tim Cole. Seine Rede widmete er dem Thema der digitalen Transformation. „Die kommenden 30 Jahre werden mehr Innovationen sehen als die vergangenen 300 Jahre“, so Cole. Er machte drei Bereiche aus, die die Jacobs-Absolventen gestalten werden: die Digitalisierung, die Konnektivität, also die Fähigkeit, Verbindungen herzustellen, und die Mobilität. Cole sagte an die Bremer Absolventen gerichtet: „Die neue Welt braucht Wissens-Arbeiter. Das sind Sie, die Generation Y.“

Per Video zugeschaltet war Wirtschaftssenator Martin Günthner (SPD), der die Gemeinsamkeiten zwischen Bremen und der Universität in Grohn betont. Beide seien offen für die Welt und für neue Ideen und deshalb eine perfekte Kombination.

Jacobs-Präsidentin Katja Windt sprach bei der mittlerweile 14. Graduation an der Bremer Privatuniversität von den Absolventen als „Botschaftern für Toleranz, Respekt, Menschlichkeit und Frieden“. Und: „Diesen Jacobs-Spirit tragen Sie in die Welt.“

 vr

www.jacobs-university.de/graduation2017

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