Wissen digital teilen

Ehemalige Jacobs-Uni-Studentin arbeitet weltweit an Problemlösungen

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Lida-Maria Lottko arbeitet weltweit an Projekten zur digitalen Innovation. 

Bremen - „Mir geht es immer um den Menschen. Wie kann eine Dienstleistung, ein Produkt das Leben verbessern?“ Mit dieser Frage beschäftigt sich Lida-Maria Lottko. Die selbstständige Unternehmensberaterin ist ehemalige Studentin der Jacobs-Universität. Und dann ist sie durchgestartet. Heute arbeitet sie weltweit an Projekten zur digitalen Innovation.

„Ich mag Menschen, gehe gern raus und löse Probleme“, sagt Lida-Maria Lottko. Wer der Deutschen mit den iranischen Wurzeln zuhört, glaubt ihr sofort: Sie jongliert im Gespräch drei Thesen gleichzeitig, ohne den roten Faden zu verlieren, versprüht ihre Gedanken geradezu.

Die Methode der selbstständigen Beraterin ist das Design „Thinking“. Beim diesen Ansatz entstehen Innovationen, indem Produkte und Dienstleistungen konsequent auf die Bedürfnisse der Kunden ausgerichtet sind. Probleme sollen nutzerorientiert und ganzheitlich gelöst werden. Ziel ist ein Kulturwandel hin zu mehr Kreativität und Zusammenarbeit. Dafür arbeiten interdisziplinär besetzte kleine Teams gemeinsam, wie Thomas Joppig, Sprecher der Jacobs-Uni, sagt.

Spezialisiert hat sich Lida-Maria Lottko auf digitale Innovationen. Wie hilft die Digitalisierung, die Zukunft von Leben und Arbeiten zu gestalten? Was nach Zukunftsmusik klingt, wird heute von Konzernen in Innovationslaboren erdacht: So hilft künstliche Intelligenz, Daten zu verknüpfen, um zum Beispiel Autofahrern verhaltensabhängige Autoversicherungstarife anzubieten. Andere Anwendungsbeispiele sind dynamische Ampelschaltungen zur Steuerung des Verkehrs oder Unternehmenssoftware, die Aufgaben – wie die Buchhaltung – weitgehend allein erledigen sollen. Beim „Internet der Dinge“ kommuniziert alles mit allem, da Thermostate, Stromzähler, Kühlschränke und vieles mehr vernetzt sind, so der Sprecher der Privat-Uni.

Umfangreiche Coachings für Führungskräfte

Im Moment beschäftigt Lida-Maria Lottko, wie sich Wissen teilen lässt. Ihr Kunde, ein global agierender Konzern, bietet seinen Führungskräften umfangreiche Coachings an. Sie lernen, präsent aufzutreten und üben, ihr Team zu motivieren und zu inspirieren. Vom Wissen, das bisher nur den Managern der obersten Führungsebenen vorbehalten war, sollen nun auch Team- und Abteilungsleiter profitieren. Lottko prüft, wie das Coaching-Programm digital funktioniert – zum Beispiel als App oder Website. „Mit dem digitalen Ansatz lassen sich jede Menge Kosten sparen und viel mehr Menschen bekommen die Chance, sich weiterzuentwickeln“, ist sie überzeugt. Die 26-Jährige ist in Essen aufgewachsen. Seit Anfang des Jahres lebt sie in Berlin nach Stationen auf dem ganzen Globus. Ob USA, Brasilien, China oder Großbritannien: Auf das Leben und Arbeiten in anderen Kulturen ist sie bei ihrem Studium an der Jacobs-Uni vorbereitet worden, schließlich stammen Studenten und Mitarbeiter aus 100 Ländern. International operierende Konzerne, Unternehmensberatungen, aber auch Nichtregierungsorganisationen und Start-ups zählen zu ihren Kunden, wie es heißt.

Wo auch immer ihr aktuelles Projekt sie hinführt, meist ist ein Kommilitone nicht weit. Studiert hat die 26-Jährige Biochemie und Zellbiologie. Statt für Laborarbeit entschied sie sich jedoch für eine Karriere in der Wirtschaft und eignete sich das nötige betriebswirtschaftliche Wissen in einem Masterprogramm an der Hult International Business School in San Francisco an. 

 fr

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