Wirtschaftsförderer legen Immobilienmarkt-Report vor: In begehrten Wohnvierteln und „Wasserlagen“ steigen die Preise

„Projektentwicklung mit Augenmaß“

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Begehrter Standort in „Wasserlage“: die „Hafenkante“ in der Überseestadt.

Bremen - Von Jörg Esser. Der Bremer Immobilienmarkt weist Spitzenwerte auf. Die Ergebnisse des aktuellen Immobilienmarkt-Reports jedenfalls zeigen die Hansestadt als „stabilen Markt mit guten Prognosen“, sagt Andreas Heyer, Chef der Wirtschaftsförderung Bremen (WFB). In dem Report stellen die Wirtschaftsförderer einmal im Jahr die wichtigsten Umsatzzahlen und Trends zum Immobilienmarkt zusammen.

Der Immobilienstandort Bremen steht laut Heyer für „ein gutes Preis-Leistungsverhältnis sowie für Projektentwicklung mit Augenmaß und Stabilität“. Und mit „diesen Vorzügen“ wolle die Stadt weiterhin bei Investoren punkten.

Der Bremer Wohnungsmarkt ist in Bewegung. „Für hochwertigen Wohnraum steigen die Preise“, heißt es im Report. In begehrten Wohnvierteln wie Horn-Lehe und Schwachhausen sowie in „Wasserlagen“, unter anderem auf dem Stadtwerder und in der Überseestadt, erzielen Neubauprojekte demnach Spitzenkaufpreise von mehr als 4000Euro pro Quadratmeter. Im Schnitt sind die Preise für Neubauflächen seit 2010 um gut 20 Prozent gestiegen. Das Preisniveau lag 2014 durchschnittlich bei 2800 Euro pro Quadratmeter, für dieses Jahr wird mit einer Steigerung bis auf 2900 Euro gerechnet. Die Spitzenmieten in Neubauten sind seit 2010 um gut 16,5 Prozent angestiegen und liegen 2015 bei etwa 13,40 Euro pro Quadratmeter. Die Durchschnittsmieten entwickelten sich „etwas moderater“, heißt es – sie liegen für Neubauten aktuell bei rund 9,80 Euro pro Quadratmeter und damit auch um 15 Prozent über dem Niveau von 2010.

Weiteren Angaben zufolge ist der Bestand an Logistiklagerflächen auf mehr als 2,5 Millionen Quadratmeter gestiegen. „Der Flächenumsatz liegt mit 217800 Quadratmetern auf hohem Niveau“, sagt Heyer und verweist auf eine „hohe Stabilität in der Vermarktung“ und eine „niedrige Leerstandsquote von 1,9 Prozent“. Neue Gewerbeflächen entstehen laut WFB derzeit vor allem im Gewerbepark Hansalinie an der A1 sowie im Güterverkehrszentrum (GVZ).

Auf dem Büroimmobilienmarkt hat sich die Leerstandsquote laut WFB-Geschäftsführer nochmals reduziert – auf 3,2 Prozent. In vergleichbar großen Städten liege sie bei sechs Prozent, ergänzt Heyer. Den Büroflächenumsatz beziffert die WFB auf rund 70000 Quadratmetern. 25700 Quadratmeter Büroflächen seien in Neubauprojekten entstanden. Zusätzlich wurden 32000 Quadratmeter Bürofläche „nach umfangreichen Sanierungsarbeiten dem Markt wieder zur Verfügung gestellt“.

Auch der Einzelhandel habe sich insgesamt positiv entwickelt. Die Innenstadt präsentiere sich mit rund 140000 Quadratmetern Verkaufsfläche als attraktiver Standort. „Es gibt kaum Leerstände in den 1A-Lagen“, sagt Heyer.

www.wfb-bremen.de

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