Wirtschaftsförderer bauen Informationszentrum für die Offshore-Branche

Virtuell zum Windpark

Eine Visualisierung des Offshore-Centers im Klimahaus.
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Eine Visualisierung des Offshore-Centers im Klimahaus.

Bremerhaven - Noch findet die Energiewende zum Teil weit weg vom Land statt – denn die Stromquellen der Zukunft sprudeln weit draußen in der Deutschen Bucht. Nun wollen die Bremerhavener Wirtschaftsförderer das Augenmerk der Öffentlichkeit auf die Nutzung der Windkraft auf hoher See lenken, und zwar mit dem neuen „Offshore-Center Meer – Wind – Energie“ im Klimahaus.

Mit dem Center wollen sie auch der Tatsache Rechnung tragen, dass die Seestadt innerhalb kürzester Zeit zu einem der führenden deutschen Standorte der Windkraftbranche geworden ist. Das Informationszentrum zur Windenergie auf hoher See wird ins Klimahaus Bremerhaven integriert.

Die rund 400 Quadratmeter große Ausstellung führt die Besucher in eine technologische Welt, die von Superlativen geprägt ist, wie eine Sprecherin gestern sagte. „Sie können die Entwicklung eines Meer-Windparks von der ersten Idee bis zur Realisierung erleben“, sagte sie. Dabei bekommen die Besucher einen Eindruck, in welchen Dimensionen sich die Nutzung der Windenergie auf hoher See bewegt, für die bis zu 160 Meter hohe „Windmühlen“ in 40 Metern Wassertiefe verankert werden müssen.

Das geplante Offshore-Center wird aber nicht nur zeigen, wie die viele hundert Tonnen schweren Komponenten gefertigt und montiert werden. Der Clou des Konzeptes ist ein virtueller Hubschrauberflug, der die Besucher direkt aus der Ausstellung zu einem der Windparks auf hoher See bringt – rein virtuell. Unter anderem erfahren die Besucher in den Bereichen „Vision“, „Konstruktion“, „Produktion“, „Auf See“ sowie „Zahlen und Fakten“ alles Wissenswerte über die Off-shore-Windenergie und entdecken das Thema auch interaktiv. So werden die Gäste beispielsweise von einer kräftigen Windböe empfangen, erzeugen mit eigener Kraft Wind und bewegen damit Segelboote. Auch persönliche Infos über die Menschen, die in der Branche arbeiten, gibt es. Ursprünglich hatten die Wirtschaftsförderer das Center als eigenständige Ausstellung innerhalb des Tourismusgebietes „Havenwelten“ geplant. Mit Blick auf die thematischen Parallelen überzeugten die privaten Betreiber des Klimahauses die Stadt Bremerhaven jedoch davon, das Zentrum in die Touristenattraktion zu integrieren.

In Bremerhaven sind den Angaben zufolge mittlerweile mehr als 3000 Arbeitsplätze mit der Windkraftbranche verbunden. Gleich mehrere Unternehmen produzieren hier die Bauteile für die gigantischen „Windmühlen“, deren Gondeln fast die Größe von Einfamilienhäusern erreichen.

Neben seiner Rolle als öffentlich zugängliche Ausstellung soll das Offshore- Center der Windkraftindustrie aus Bremerhaven für Repräsentationszwecke und Tagungen dienen. Das Konzept stammt vom Bremer Unternehmen „Erlebniskontor“, das auch an der Konzeption des Klimahauses beteiligt war.

Finanziert werden die Kosten für den Bau in Höhe von 1,7 Millionen Euro von EU, Land und privater Seite. Die jährlichen Betriebskosten übernimmt das Klimahaus, heißt es. Die Ausstellung soll im Herbst eröffnet werden.

Das Klimahaus zählte seit der Eröffnung im Juni 2009 nach eigenen Angaben mehr als drei Millionen Besucher.

gn

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