Erstes „Mittagsgespräch“ der Konrad-Adenauer-Stiftung / Vortrag mit Imbiss

Wirtschaft und Sinnfindung

Thomas Frank referierte beim ersten „Mittagsgespräch“ „KAS kompakt“ der Konrad-Adenauer-Stiftung über psychologische Grundlagen der Mitarbeiterführung. ·
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Thomas Frank referierte beim ersten „Mittagsgespräch“ „KAS kompakt“ der Konrad-Adenauer-Stiftung über psychologische Grundlagen der Mitarbeiterführung. ·

Bremen - Von Viviane ReinekingBREMEN · Intellektuelle Nahrung mit einem Imbiss zu verbinden, das hat sich die Konrad-Adenauer-Stiftung (KAS) mit ihrer neuen Veranstaltungsreihe „KAS kompakt“ auf die Fahne geschrieben. Rund 20 Interessierte trafen sich gestern zum ersten Mal zum „Mittagsgespräch“ im Bremer Hilton Hotel.

„Wirtschaft plus Psychologie = mehr Erfolg?!“ lautete der Titel eines halbstündigen Kurzvortrags von Dr. Thomas Frank bei der Premiere der KAS-Reihe. „Mit der Veranstaltung richten wir uns in erster Linie an berufstätige Wirtschafts- und Finanzinteressierte“, umschrieb Tanja Simons vom Bremer Landesbüro der Stiftung die Zielgruppe für die etwas andere Mittagspause. Eine halbe Stunde Vortrag, anschließend eine ebenso lange Diskussion – das Konzept scheint anzukommen bei den Premierengästen.

„Wenn wir über Psychologie in Unternehmen sprechen, reden wir nicht nur über Organisationsentwicklung, sondern auch über Fragen der gesamten Gesellschaft und auch über Umsätze“, so Frank, der nach eigenen Angaben selbst als Unternehmer und Direktor an der European Business School tätig war und heute eine Unternehmensberatung in der Schweiz leitet. Der Psychologe verwies auf die gestiegene Belastung am Arbeitsplatz, die extreme Zunahme von Fehlzeiten und Krankschreibungen und Kosten, die durch krankheitsbedingten Ausfall von Mitarbeitern entstünden. Es gebe eine regelrechte Inflation des Begriffs „Burnout“; mit einem Anteil von 38 Prozent seien die damit einhergehenden Beschwerden Grund für eine Frühverrentung.

Frank zitiert die „Stanford-Formel“, nach der in einem Unternehmen aufgrund von physiologischen und psychologischen Belastungen im Durchschnitt 20 Prozent der Mitarbeiter ständig um ein Viertel in ihrer Leistungsfähigkeit gemindert sind. „Es lohnt sich, in die Gesundheit der Mitarbeiter zu investieren“, rät der Experte. Wichtig sei es, sich mit Mitarbeitern in einem strukturierten Rahmen auseinanderzusetzen, Gespräche zu führen. „Dann gehen auch die Krankheitstage zurück.“ Und: „Menschen machen viele Dinge freiwillig, wenn sie einen Sinn darin sehen.“

Zwei bis dreimal im Jahr soll das „Mittagsgespräch“ künftig stattfinden, das nächste am 6. März 2013 unter dem Titel „Lebenslanges Lernen“ mit Prof. Stamov Roßnagel von der Jacobs-Universität.

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