Neujahrsmatinee der Medien- und Marketingbranche im Haus Schütting / Vortrag über Chancen des „E-Commerce“

„Wir sollten weniger konservativ denken“

Spaß bei der „Welcome“-Matinee – von links gesehen: Handelskammer-Präses Christoph Weiss, Referent Thorben Fasching, Handelskammer-Sprechern Stefan Offenhäuser und Friedrich Dodo de Boer von der Bremer Akademie für Kommunikation, Marketing und Medien. ·
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Spaß bei der „Welcome“-Matinee – von links gesehen: Handelskammer-Präses Christoph Weiss, Referent Thorben Fasching, Handelskammer-Sprechern Stefan Offenhäuser und Friedrich Dodo de Boer von der Bremer Akademie für Kommunikation, Marketing und Medien. ·

Bremen - Von Ilka LangkowskiBeim Neujahrstreffen für Firmen und Vereine der Marketing- und Kommunikationsbranche herrschte reger Betrieb im Haus Schütting. Bei Snacks, Musik und Gesprächen tauschten sich die geladenen Gäste der „Welcome“-Matinee über Neuigkeiten aus.

Redestoff lieferte auch der Vortrag von Thorben Fasching von der Agentur „HMMH AG“. Fasching ist Leiter der Fachgruppe „E-Commerce“ des Bundesverbands Digitale Wirtschaft (BVDW). „Handel im Wandel – Einladung zum Perspektiventausch“ lautete der Titel seines Vortrags.

Visionär und anregend stellte Fasching die Entwicklungspotenziale des mobilen Handels dar. Er bat das Auditorium, den offenen Blick eines Teenagers einzunehmen und zehn Jahre voraus in die Zukunft zu schauen. Für junge Menschen sei die Welt des Internets und der medienübergreifenden Kommunikation schon heute selbstverständlich. Die Unterschiede zwischen online und offline werden verschmelzen und auch beim Einkauf werde keine bewusste Unterscheidung mehr zwischen „Shopping“ im Geschäft oder über das Internet gemacht.

Gegenwärtig erwirtschaftet der Online-Handel mit 33 Milliarden Euro nur etwa acht Prozent des Gesamtumsatzes des Einzelhandels von 400 Milliarden Euro, sagt Fasching. Der Anteil des „E-Commerce“ könnte in den kommenden zehn Jahren auf 27 Prozent steigen. Vieles spräche dafür, beispielsweise die Beliebtheit von Smartphones und Tablets oder der Stellenwert, den Smartphones und Internetnutzung bei den Menschen eingenommen haben.

Selbst das Auto scheine seinen Rang als wichtigstes Statussymbol bei vielen jungen Leuten zu verlieren. Kinder könnten ein Tablet bedienen, wüssten aber nicht die Notrufnummer – oder wie man Schnürsenkel bindet. „Das ist ein Wandel“, betonte Fasching. „Wir sollten weniger konservativ denken und dafür offen sein, was für Veränderungen da gerade passieren, mit denen man sich jetzt beschäftigen muss“.

Die technischen Entwicklungen erlauben neue Ideen und Visionen – von der virtuellen Kleideranprobe vor einem Spiegel bis zum Einkauf per QS-Code-Scan. Damit das Auto weiß, ob man es noch pünktlich zur Arbeit schafft, und der Aktivitätsmesser am Arm einem die Zufuhr von weiteren Kalorien erlaubt, bedürfe es einer umfassenden Vernetzung. Dann werde der Kunde mit all seinen Eigenschaften wahrgenommen. Für die Werbung ergäben sich daraus riesige Entwicklungsfelder, um „aktiv von der Marke zum Menschen zu kommunizieren“. Zu den Herausforderungen zählt der Referent unter anderem konservatives Denken, die Kosten der Internetnutzung, die Geschwindigkeit und Sicherheit von Datenverbindungen sowie eine einfache und auf unterschiedlichen Medien identische Ansicht und Bedienung, etwa von Smartphone, Fernseher und Tablet.

„Das war eine tolle Veranstaltung“, begannen die angeregten Gespräche begeistert und auch skeptisch: „Wirklich spannend. Aber es gibt doch sicher Menschen, die das nicht wollen?“ Christoph Weiss, Präses der Handelskammer, hatte schon bei der Begrüßung eine beruhigende Einschätzung geliefert, in der er nicht davon ausgeht, dass bald ausschließlich virtuell eingekauft werde – und dass der Vorteil darin liege, alle Kanäle zu nutzen. Außerdem seien zwei der fünf führenden Firmen im „E-Commerce“-Ranking in Bremen zu finden.

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