„Wir sind gern normal“

Bremen - Von Jörg Esser · 30 Jahre Live-Band, drei Jahrzehnte auf Bühnen, in Fußballstadien: „Pur“ ist eine Erfolgsgeschichte. Das war gar nicht so geplant. „Wir wundern uns seit vielen Jahren nachhaltig“, sagt Hartmut Engler, der Frontmann, die Stimme der Band. „So schön, so lang. ‚Pur’ ist zum Lebensinhalt geworden.“ Und ein Ende ist nicht in Sicht.

Im Frühjahr geht „Pur“ wieder auf Tournee. 31 Konzerte im März und April. In kleinen Hallen, bestuhlt und mit maximal 6 000 Zuschauern. Start ist in Frankfurt am Main, das Finale steigt in Heilbronn. „Live und akustisch“, heißt das Programm. Bremen zählt zu den Gastspielorten: Am Sonnabend, 26.  März, um 20 Uhr spielen Engler und Co. in Halle 7 auf der Bürgerweide. Große Hits sollen im kleinen Kreis mit akustischen Mitteln erklingen. „Weniger ist mehr“, lautet das Konzept. „Wir müssen mehr spielen“, übersetzt Engler. Der 49-jährige Schwabe steuert die Hansestadt immer wieder gerne an, verrät er im Gespräch mit unserer Zeitung. „Ich mag auch die Leute von Werder Bremen“, sagt der 49-jährige Schwabe. Dieter Eilts sei bekennender „Pur“-Fan. Thomas Schaaf auch.

„Pur“ hat treue Fans. Einmal „Pur“, immer „Pur“ sozusagen. „Die Leute haben uns, unsere Musik und unsere Songs in ihr Leben integriert“, sagt Engler. „Wir sind Teil des Lebens in diesem Land.“

Das Erfolgsrezept? „Wie machen zeitlose, handgemachte Musik.“ Und der Stil. Melodischer Deutsch-Rock? Das trifft es ganz gut. „Irgendwo zwischen Pop und Rock“ ordnet Engler „Pur“ ein. „Wir haben unsere Schublade“, fährt er fort. Unverwechselbar eben. Lieder wie „Lena“, „Abenteuerland“, „Ein graues Haar“ sind „Pur“ pur. Die Band gilt als bodenständig und ehrlich. „Und das ist nicht aufgesetzt“, sagt der Sänger und Songschreiber, „wir sind gern normal.“

Vor wenigen Jahren noch waren „Pur“-Konzerte Selbstläufer. „Wir haben gemeldet: ,Pur‘ geht auf Tour. Und weg waren die Tickets.“ Heute sei‘s ein wenig schwieriger, die Hallen zu füllen, bestätigt der bodenständige Bietigheimer. Aber es klappt. Die Frühjahrstournee sei zu 80 bis 85 Prozent ausgelastet. Treue Fans eben. Vor allem Frauen? „Die stehen meist vorne, sind lauter und auffälliger“, sagt Engler. Auf 60 Prozent schätzt er den Frauenanteil. „Aber Männer kommen auch.“ Und singen mit.

2012 plant die Band ein neues Studioalbum. Das soll im Spätsommer oder im Herbst veröffentlicht werden. Und dann steht wieder eine Tournee durch die großen Hallen auf dem Programm.

Karten für das „Pur“-Konzert am 26. März in Halle 7 gibt es in den Geschäftsstellen unserer Zeitung.

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