Ausgebranntes St.-Johannis-Kinderheim in Walle ist nach der Renovierung bald wieder bewohnbar

„Wir freuen uns auf den Einzug“

Lisa Schulte, stellvertretende Einrichtungsleitung der St.-Johannis-Kinder- und Jugendhilfe, freut sich, dass das Haus bald wieder bezugfertig ist. ·
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Lisa Schulte, stellvertretende Einrichtungsleitung der St.-Johannis-Kinder- und Jugendhilfe, freut sich, dass das Haus bald wieder bezugfertig ist. ·

Bremen - Von Nina SeegersVor dem Gebäude der St.-Johannis-Kinder- und Jugendhilfe steht ein großes Baugerüst, und auch im Inneren ist alles noch eine einzige große Baustelle.

Kabel hängen aus den Wänden, Werkzeuge liegen überall verteilt, Farbeimer, Spachtelmasse und andere Baumaterialien liegen herum. Dass die Räumlichkeiten hier schon in gut zwei Monaten wieder bewohnbar sein sollen, ist momentan noch nicht vorstellbar.

Gestern Nachmittag führte der Caritas-Verband Sozialsenatorin Anja Stahmann (Grüne) und Pressevertreter durch das Gebäude der Kinder- und Jugendhilfe und informierte über den aktuellen Stand der Umbau- und Renovierungsarbeiten. Das Kinderheim im Bremer Stadtteil Walle war am 1. Mai 2011 ausgebrannt. Das Feuer war in Folge eines technischen Defekts – vermutlich geriet ein Röhrenfernseher in Brand – in den frühen Morgenstunden ausgebrochen und hatte das Gebäude sowie alle Habseligkeiten der Heimbewohner komplett zerstört. Für die Lösch-, Betreuungs- und Bergungsarbeiten waren 100 Feuerwehrleute und 30 Fahrzeuge im Einsatz. Die 22 Kinder und Jugendlichen sowie deren Betreuer konnten sich zum Glück unverletzt retten und sind seitdem im „Haus Hügel“ in Bremen-Nord untergebracht. Das gesamte Gebäude ist nun komplett renoviert und umgebaut worden, so dass es schon bald wieder bezugsfertig sein wird. Kosten: 2,5 Millionen Euro. Davon wird der Großteil von der Versicherung übernommen, während 300 000 Euro Zuschuss vom Bistum Osnabrück stammen.

Das Haus sei beinahe komplett entkernt und auf den neuesten technischen Stand gebracht worden, erklärte Volker Jonas, Vorstand der Caritas-Erziehungshilfe, beim Rundgang. Besonders wüst sieht es zur Zeit noch auf dem Dachboden aus, der gerade ausgebaut wird. Zwischen dicken Ballen von Glaswolle, Holzplatten und Bauplanen, waren die Handwerker hier gestern Nachmittag eifrig bei der Arbeit. Wenn der Dachboden fertiggestellt ist, soll hier ab Mitte Juni die Jugendwohngruppe wieder einziehen.

„Wir freuen uns auf den Einzug“, sagte die stellvertretende Einrichtungsleitung der St.-Johannis-Kinder- und Jugendhilfe, Lisa Schulte. „Aber momentan gibt es viel zu bedenken, besprechen und zu tun“, so Schulte. Allein die Einrichtungsfrage nehme viel Zeit in Anspruch, welche Möbel ausgesucht werden, welche Farben an die Wände kommen und so weiter.

Insgesamt gibt die Einrichtung St. Johannis zur Zeit 20 Kindern und Jugendlichen ein Zuhause. Davon sind neun Jugendliche im Alter von zwölf bis 18 Jahren in der Jugendwohngruppe untergebracht, acht Kinder zwischen sechs und zwölf Jahren in der Martinsgruppe. Drei Heranwachsende im Alter von 16 bis 20 Jahren leben im sogenannten Verselbstständigungsbereich.

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