Neuer Vertrag läuft über zehn Jahre

Bremer Winterdienst: Zuschlag für Nehlsen

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Der Bremer Entsorger Nehlsen hat den Zuschlag für Winterdienst und Straßenreinigung für zehn Jahre erhalten.

Bremen - Von Jörg Esser. Der Bremer Entsorger Nehlsen erhält den Zuschlag für Straßenreinigung und Winterdienst. Das hat der Senat am Donnerstag entschieden. Nehlsen wird Mehrheitseigner (50,1 Prozent) der Straßenreinigung Bremen Holding GmbH & Co. KG.

Die restlichen 49,9 Prozent werden dann von der bremischen Anstalt öffentlichen Rechts „Die Bremer Stadtreinigung“ gehalten. Der Vertrag gilt ab 1. Juli 2018 und hat eine Laufzeit von zehn Jahren. Das Auftragsvolumen wird auf rund 20  Millionen Euro pro Jahr geschätzt. Nach fünf Jahren steht der Stadt ein Sonderkündigungsrecht zu. 

Zum Aufgabengebiet gehören neben Straßenreinigung und Winterdienst die Laubbeseitigung auf öffentlichen Flächen, das Reinigen der Grünstreifen sowie das Leeren der Abfallbehälter im öffentlichen Raum. Nehlsen habe zugesichert, an zentralen Standorten zusätzliche Papierkörbe aufzustellen und diese häufiger zu leeren, sagte Umwelt-Staatsrat Ronny Meyer.

Zuvor hat die Firma aus dem Bremer Norden bereits den Zuschlag für die Abfuhr und Entsorgung der rund 90.000 Tonnen Restmüll erhalten, die pro Jahr in Bremen anfallen. Hintergrund ist die Rekommunalisierung der Bremer Müllabfuhr.

Müllabfuhr wieder öffentliche Aufgabe

Die bislang privatwirtschaftlich organisierte Müllabfuhr soll wieder zu einer öffentlichen Aufgabe gemacht werden. Ab 1. Juli 2018 jedenfalls steigt die „Bremer Stadtreinigung“ als Anstalt öffentlichen Rechts ins operative Geschäft ein. Privater Partner in der zukünftigen Holding „Abfalllogistik Bremen“ ist Nehlsen.

Zwei Ausschreibungen haben die Bremen-Norder verloren. Der Einsammlungsauftrag für die Gelben Säcke ging an die Wiesbadener Firma RMG Rohstoffmanagement. Sie übernimmt das Geschäft zum 1. Januar 2018. Und die Ausschreibung für die Verwertung des Bremer Biomülls hat die Firma Remondis gewonnen. Das bundesweit tätige Unternehmen mit Sitz im nordrhein-westfälischen Lünen kutschiert ab Juli 2018 den Bremer Biomüll (25.000 Tonnen pro Jahr) nach Bohmte bei Osnabrück, wo er verstromt werden soll.

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