Winter und Schnee im Overbeck-Museum

Ein helles Fenster

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„Winternacht oder Gildemeisters Stall“, 1907 von Fritz Overbeck gemalt – und nun „Bild des Monats“.

Von Thomas Kuzaj. Kunst: Winter ohne Schnee? Nicht im Vegesacker Overbeck-Museum! „Bild des Monats“ ist dort zum Jahresauftakt das Gemälde „Winternacht oder Gildemeisters Stall“ (Öl auf Leinwand), 1907 von Fritz Overbeck gemalt.

Kunst: Winter ohne Schnee? Nicht im Vegesacker Overbeck-Museum! „Bild des Monats“ ist dort zum Jahresauftakt das Gemälde „Winternacht oder Gildemeisters Stall“ (Öl auf Leinwand), 1907 von Fritz Overbeck gemalt.

Overbeck (1869 bis 1909) gehörte zu den fünf Gründungsvätern der Künstlerkolonie Worpswede. 1905 verließ er Worpswede, um sich mit seiner Familie in Bröcken bei Vegesack niederzulassen. Im Alten Packhaus an der Alten Hafenstraße 30 ist ihm und seiner Frau, der Malerin Hermine Overbeck-Rohte (1869 bis 1937), seit 1990 das Museum gewidmet. Es ist täglich außer montags in der Zeit von 11 bis 18 Uhr geöffnet. Die Reihe „Bild des Monats“ rückt alle vier Wochen ein anderes Werk aus dem Bestand des Hauses in den Fokus.

Overbeck malte das Bild „Winternacht oder Gildemeisters Stall“, als er bereits in Bröcken – heute: Schönebeck – lebte. „Das Bild zeigt das Anwesen seines Freundes Andreas Gildemeister im benachbarten Leuchtenburg“, sagt Museumsleiterin Dr. Katja Pourshirazi. „Ein einzelnes hell erleuchtetes Fenster in einer verschneiten Winternacht strahlt Wärme und Geborgenheit aus. Bäume und Sträucher sind von weißen Flocken bedeckt, Ruhe liegt über der Landschaft.“

Und: „Gildemeister entstammte einer Bremer Patrizierfamilie und war mit Fritz Overbeck durch ihre gemeinsame Schulzeit freundschaftlich verbunden.“ Als „Bild des Monats“ wird das Gemälde nun mit ergänzenden privaten Briefen, Zitaten und Hintergrundinformationen präsentiert. Zudem gibt es zwei spezielle Kurzführungen mit Museumsleiterin Pourshirazi – am Mittwoch, 6. Januar, und am Mittwoch, 27. Januar, jeweils um 17 Uhr.

Zwanglos im

Rathaus

Politik: Bürgermeister Henning Scherf (SPD) führte die Sitte 1999 ein, sein Nachfolger Jens Böhrnsen (SPD) setzte die Tradition fort – und Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) macht es nun ebenfalls. Gestern lud er zum ersten Mal zum zwanglosen Neujahrsempfang am Neujahrstag ins Rathaus – ohne große Reden, ohne Speis und Trank, dafür mit Raum für Begegnungen und Gespräche. Sieling nahm sich Zeit und hörte sich an, was so manche der gut 200 Besucher aus Bremen und dem Umland ihm zu erzählen hatten. Neujahrsglückwünsche gehörten natürlich auch dazu. Viele der Gäste nutzten zudem die gute Gelegenheit, sich einmal in einem echten Weltkulturerbe-Bauwerk umzusehen. Blicke in die Güldenkammer waren erlaubt. Neben der Oberen Halle waren zudem Festsaal und Kaminsaal geöffnet.

Vom Mann

zur Frau

Kino: In seiner Vorpremieren-Reihe zeigt das „Atlantis“ in der Böttcherstraße morgen, Sonntag, „The Danish Girl“, den neuen Film von Tom Hooper. Die Vorstellung beginnt um 20 Uhr. Der Film ist in der englischen Originalversion mit deutschen Untertiteln zu sehen. Bundesstart ist am 7. Januar.

Inhalt: Der dänische Landschaftsmaler Einar Wegener führt mit seiner Frau Gerda ein bewegtes Künstlerleben im Kopenhagen der 20er Jahre. Ihre Ehe ist glücklich. Als Gerda ihren Mann bittet, für ein Bild in Frauenkleidern zu posieren, beginnt Einar seine weibliche Seele zu entdecken – und fühlt sich zunehmend unwohl im eigenen Körper.

Um fortan als Frau leben zu können, entschließt er sich, eine geschlechtsangleichende Operation machen zu lassen. Die ihn nach wie vor liebende Gerda unterstützt ihn bei der Ärzte-Odyssee, die nun folgt. Bei einem deutschen Arzt findet Einar Verständnis und Hilfe.

In dem britischen Film spielen Eddie Redmayne und Alicia Vikander.

Ein Kriminalfall

am Nachmittag

Krimi: Mit einem „Mörderischen Kaffeeklatsch“ beginnt das neue Jahr morgen, Sonntag, um 16 Uhr im Haus im Park auf dem Areal des Klinikums Bremen-Ost (Züricher Straße). Die Schauspieler Martina Flügge und Ralf Knapp präsentieren zu Kaffee und Kuchen – eben – einen Kriminalfall (basierend auf einem Hörspiel von Peter Kramer).

Sich mit einer zufälligen Reisebekanntschaft auf ein „heiteres Beruferaten“ einzulassen, stellt sich für die Protagonistin sehr bald als Fehler heraus – denn der unterhaltsame Fremde weiß erstaunlich viel über sie, ihre Lebensumstände, die Fahrerflucht... Und er hat Beweise – zwölf Fotos, die er ihr gegen viel Geld anbietet. Der Eintritt kostet zehn Euro (inklusive Kaffee und Kuchen).

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