Plan: Seestadtfest im August

Windjammerfestival „Sail 2020“ fällt aus - kommt nun die „Lütte Sail 2021“?

Sail 2010 Einlaufparade
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Bei der „Sail 2010“ war unter anderem die Gorch Fock in Bremerhaven dabei.

Nach der Absage der „Sail 2020“ in Bremerhaven setzt sich der Oberbürgermeister der Seestadt für eine „Lütte Sail 2021“ ein. Dafür sicherte er sich bereit die Unterstützung von Andreas Bovenschulte zu.

Update vom 22. April: Die Absage der „Sail 2020“ wegen des Coronavirus möchte Bremerhavens Oberbürgermeister Melf Grantz ein Windjammer-Festival für das kommende Jahr auf die Beine stellen. Bremerhaven habe mit der „Lütten Sail“ im Jahr 2008 gute Erfahrungen gemacht, erklärt der Oberbürgermeister laut einer Mitteilung der Stadt. „An die wollen wir anknüpfen“.

Grantz Idee ist es, das normalerweise jährlich im Mai stattfindende Seestadtfest 2021 auf den August zu verschieben und unter dem Namen „Lütte Sail“ ein außergewöhnliches maritimes Fest zu gestalten. „Die Bremerhavenerinnen und Bremerhavener lieben die „Sail“ und viele haben auf die „Sail“ dieses Jahr hingearbeitet. Ich fände es sehr schade, wenn wir nächstes Jahr keine „Sail“ mehr veranstalten könnten.“ 

„Sail“-Absprache mit Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte

Auch wenn wegen der Corona-Pandemie bereits abzusehen sei, dass nicht ganz so viele große Schiffe nach Bremerhaven kämen, sollte es der Stadt gelingen, ein schönes maritimes Fest zu feiern. Grantz hofft laut der Mitteilung, dass der „Lütten Sail“ viele Sponsoren der „Sail 2020“ erhalten bleiben.

„Ich habe heute mit dem Präsidenten des Bremer Senats Bürgermeister Andreas Bovenschulte gesprochen, der uns seine Unterstützung zugesagt hat,“ sagte Grantz am Mittwoch. Die „Sails“ in Bremerhaven sind gemeinsame Veranstaltungen des Landes Bremen und der Stadt Bremerhaven. Jetzt müsse eine Vorlage für den Senat und Magistrat erarbeitet werden, um die Weichen für eine „Lütte Sail 2021“ zu stellen, heißt es weiter. (kom)

Originalartikel vom 16. April: Bremen - Auch im Land Bremen bleibt das öffentliche Leben im Standby-Modus. Die geltenden Kontaktbeschränkungen werden zunächst bis zum 3. Mai verlängert, auch die Zwangspause in den Schulen und Kitas. Das Aus für Großveranstaltungen bis mindestens Ende August trifft unter anderem die „Sail 2020“ in Bremerhaven, die vom 19.  bis  23.  August geplant war. Das Windjammerfestival soll aber möglichst nicht dem Virus zum Opfer fallen. „Eine Verschiebung ins nächste Jahr wäre das allerbeste“, sagte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD) am Mittwochabend nach den mehrstündigen „konstruktiven und guten“ Gesprächen mit den Ministerpräsidenten und der Bundeskanzlerin.

Für das Kulturfestival „Breminale“ auf den Osterdeichwiesen (geplant vom 15. bis 19. Juli) und das Klassikfestival „Sommer in Lesmona“ in Knoops Park in Lesum (3. bis 5. Juli) wird es wohl keine Ersatztermine geben.

Ein Stück Normalität in Corona-Zeiten: Ein Binnenschiff steuert die Weserschleuse beim Hastedter Weserwehr an.

Restaurants, Discos, Bars, Kneipen, Kaufhäuser und Shoppingcenter bleiben bis auf weiteres geschlossen. Auch die Frisörgeschäfte dürfen frühestens ab 4. Mai wieder loslegen. Ebendann soll auch der Schulbetrieb schrittweise wieder beginnen – zunächst mit den Abschlussklassen, den Klassen, die im kommenden Jahr Prüfungen ablegen, und den obersten Grundschulklassen. Einzelheiten für einen „hygienegerechten Unterricht“ soll die Kultusministerkonferenz (KMK) bis zum 29. April erarbeiten. Die Abiturprüfungen sollen in Bremen zu den beschlossenen Terminen stattfinden – ab 22. April bzw. ab 12. Mai. Die Kitas bleiben geschlossen. Die Notbetreuung soll laut Bovenschulte ausgeweitet werden.

Das Tragen von „Alltagsmasken“ im Einzelhandel sowie in Bussen und Bahnen wird „dringend empfohlen“, es gibt aber keine generelle Maskenpflicht. Läden bis zu einer Größe von 800 Quadratmetern (sowie Autohändler, Fahrradhändler und Buchhandlungen) sollen hingegen wieder öffnen – unter Beachtung der Hygienemaßnahmen wie Abstandsgebot, Zutrittskontrolle und so weiter. „Wir müssen noch konkrete Regeln erarbeiten“, so der Bürgermeister. Ziel sei es, dass die Geschäfte ab Montag wieder öffnen. „Das ist eine Frage der Umsetzung.“

Bovenschulte sagte: „Das ist eine ganz Reihe von Maßnahmen zurück ins alltägliche Leben.“ Wichtig sei ein vorsichtiges Vorgehen bei den Lockerungen. Die Infektionsgeschwindigkeit habe sich zwar verlangsamt. Doch „die Situation bleibt offen und instabil“. Die Pandemie sei eben eine große Herausforderung. Und es sei wichtig, die Infektionsgeschwindigkeit in steuerbarem Maß zu halten. „Alle Maßnahmen müssen permanent vernünftig evaluiert werden“, sagte der Bürgermeister. Und sprach von einem Krisen-„Leben im Zwei-Wochen-Rhythmus“.

Die Bremer Handelskammer zeigte sich am Abend erfreut über die „ersten Schritte aus dem Corona-Shutdown“ wie die für die Wirtschaft wichtige Öffnung der kleineren Einzelhandelsgeschäfte. Doch auch Dienstleister und Gastronomiebetriebe seien durch den Shutdown extrem belastet. „Die Unternehmen brauchen einen Fahrplan, der Perspektiven gibt“, sagte Präses Janina Marahrens-Hashagen.

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