Blauer Himmel, gute Brise

Leinen los - Gauck eröffnet Sail 2015 in Bremerhaven

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Die Sail in Bremerhaven ist gestartet.

Bremerhaven - Sonne, blauer Himmel, eine gute Brise und elegante Segelschiffe - die Sail 2015 in Bremerhaven ist angelaufen. Prominentester Besucher der Windjammerparade war der Bundespräsident, und der zeigte sich in bester Laune.

Joachim Gauck braucht man nicht von maritimen Themen zu überzeugen. Der Bundespräsident ist ein Sohn der Küste. Er fühlte sich bei der Eröffnung der „Sail“ wohl in Bremerhaven, auch wenn seine Heimat die Hansestadt Rostock und die Ostsee ist.

Aber als Hanseat ist er auch in der Seestadt Bremerhaven zu Hause. Bei so viel maritimem Flair gehe ihm als „Küstenmensch das Herz auf“, gestand der 75-Jährige, der gestern mit seiner Lebensgefährtin Daniela Schadt nach Bremerhaven kam und dafür seinen Urlaub unterbrochen hatte.

Dass sich Gauck als Schirmherr auf der Weser wohlfühlte, war offensichtlich. An Bord des knapp 30 Meter langen Traditionsseglers „Grönland“ nahm er die kilometerlange Windjammer-Parade auf der Weser ab. Während der Fahrt kletterte er auf dem Schiff kurzerhand ins Klüvernetz, das direkt unter dem Rundholz liegt, das als Klüverbaum über das Schiffsvorderteil hinausragt. „Sail“-Organisator Heino Tietjen war ganz begeistert von der guten Laune: „Der Bundespräsident hat super mitgespielt. Das war wirklich top.“

Für die Organisatoren lief der Auftakt bestens. „So einen starken Anfang hatten wir noch nie“, sagte Tietjen, der seit der ersten „Sail“ 1986 dabei ist. Die Besucherzahl sei schwer zu schätzen am ersten Tag. „Ich schätze trotzdem: Es waren 100.000 Menschen.“

Auch das Wetter spielte mit. Pünktlich zur Einlaufparade ließ sich am Mittag die Sonne sehen. Dazu gab es Windstärke drei aus Nordnordost. Perfektes Segelwetter. Die meisten Traditionsschiffe defilierten mit voller Takelage an den Besuchern auf der Deichpromenade vorbei.

Offiziell eröffnete Gauck, dessen Vater Kapitän war, das Windjammer-Treffen gegen 17 Uhr mit drei Salutschüssen aus einer historischen Kanone. An der Parade nahmen rund 300 Schiffe teil. Bis Sonntag machen etwa 270 Traditionssegelschiffe aus aller Welt in Bremerhaven fest.

An Land erwartet die Besucher an den kommenden Tagen ein buntes Programm auf drei Bühnen mit rund 50 Konzerten. Ein Riesenrad und zahlreiche Imbissbuden sind aufgestellt. Zudem lockt das Fest mit einem Schlepperballett, einer Vorführung der Seenotretter, einer „Mini-Sail“ mit Modellbooten, einem Ballonfahrertreffen und am Sonnabendabend mit einem Höhenfeuerwerk.

Die Segelschiffe bringen über 3000 Segler aus aller Welt nach Bremerhaven. Insgesamt sind 4000 internationale Besatzungsmitglieder in der Stadt. Die Hotels sind ausgebucht. Die Tourismusbranche rechnet mit einem Gesamtumsatz von rund 30 Millionen Euro. Die Kosten für die „Sail“ belaufen sich nach Schätzungen auf knapp drei Millionen Euro.

Leinen los für die Sail in Bremerhaven

dpa

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