Ziel: Volkspartei und Denkfabrik

Casting um CDU-Vorsitz in Bremen: Alle Kandidaten punkten

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Endspurt im Rennen um den Parteivorsitz: Friedrich Merz (v.l.), Annegret Kramp-Karrenbauer und Jens Spahn sammelten am Donnerstagabend im BLG-Forum Punkte und Wählerstimmen aus Bremen und vor allem Niedersachsen.

Bremen - Von Jörg Esser. CDU-Casting, siebte und vorletzte Runde: Am Donnerstagabend verfolgen rund 1500 Parteimitglieder aus Bremen und Niedersachsen im BLG-Forum in der Bremer Überseestadt den verbalen Dreikampf um den CDU-Parteivorsitz zwischen Merkel-Favoritin Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK, 56), Altmeister Friedrich Merz (63) und „Jungspund“ Jens Spahn (38). Die Partei zeigt, dass sie in Bewegung gekommen ist.

Für das Trio geht es noch einmal um 142 Stimmen, um 142 Delegiertenstimmen beim Hamburger Bundesparteitag. Die drei niedersächsischen Landesverbände Hannover, Braunschweig und Oldenburg schicken 137 Frauen und Männer zur Kandidatenkür an die Elbe. Das kleine Bremen ist mit fünf Leuten vertreten. Immerhin.

Hinein ins BLG-Forum. Bier und Brezel sorgen für Festzeltstimmung. Und verkürzen die Wartezeit bis zum Einmarsch der Gladiatoren. Das Trio wird mit viel Applaus begrüßt. Den lautesten heimst zunächst Merz ein. Schnell wird klar, dass die Bremer zu Hause in der Minderheit sind. Niedersachsen ist nicht nur mit Landeschef Bernd Althusmann und Verteidungsministerin Ursula von der Leyen vertreten, sondern mit einer auch zahlenmäßig kräftigen Basis. Bremens CDU-Spitzenkandidat Carsten Meyer-Heder begrüßt das Forum, bringt das Parteivolk in Schwung und Stimmung und verspricht so nebenbei den Wahlsieg.

CDU-Regionalkonferenz in Bremen

 © Sigi Schritt und Anja Kappler
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Weiter geht’s. Die obligatorische Auslosung. Merz muss zuerst ran. Dann folgen die Statements von Spahn und AKK. So viel vorweg: Alle werden punkten. Und: Ehrlichkeit kommt an.

Zurück ins Prozedere: Merz gibt Gas. Er will den in Wahlen und Umfragen dokumentierten Negativtrend stoppen und umdrehen. „Wir können das.“ Die CDU müsse Deutschland wetterfest für den nächsten Abschwung machen: „Was machen wir eigentlich, wenn diese Party vorbei ist?“ Die CDU müsse den Anspruch haben, die große Volkspartei der Mitte zu sein. Sie müsse die „Europa-Partei des Landes“ bleiben. Und wieder eine „lebendige fröhliche Partei sein, die Spaß daran hat, das Land zu gestalten“.

Spahn greift SPD, Linke und vor allem Grüne an

Spahn setzt andere Akzente, greift auch mal SPD, Linke und vor allem Grüne an. Und auch die AfD. „Mit denen will ich nicht koalieren, die will ich überflüssig machen.“ Der Gesundheitsminister gibt zu erkennen, dass er der jüngste Kandidat ist. Er entwirft Visionen für 2040, will in Wachstum und in Perspektiven investieren, keine Kompromisse bei Rechtsstaat und Sicherheit machen. Und Spahn will „endlich den Soli abschaffen“. Die CDU solle die Partei sein, die Lust auf Zukunft macht. Ziel müsse es sein, die Union als „moderne Mitmachpartei“ zu etablieren. Kramp-Karrenbauer sagt: „Wer Volkspartei sein will, darf sich niemals mit Ergebnissen von 30 Prozent abfinden.“ Das Vertrauen in die Christdemokraten habe das Land stark und stabil gemacht. „Wenn wir nicht stark sind, leben wir nur von den Schwächen der anderen“, fährt AKK fort. „Das ist mir zu wenig.“ Es werde Zeit, dass die CDU wieder in Jubel über eigene Ideen ausbreche. Eine große Volkspartei sei schließlich die „größte politische Denkfabrik“.

Die Fragerunde beginnt. Stadt und Land, Landwirtschaft, Rente, Pflege, Sozialstaat – viele Themen werden gestreift. Es wird klar, dass die Kandidaten inhaltlich eng beieinander liegen. „Merz hat den Geruch der Wirtschaft, AKK den von ,Mutti’. Und Spahn einen Hauch jugendlicher Unbekümmertheit“, sagt ein CDU-Altvorderer aus Cloppenburg. „Das Alter spielt doch keine Rolle“, entgegnet ein Parteifreund. „Wichtig ist die Frische“, sagt er. „Die Entscheidung fällt ohnehin in Hamburg.“

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