Volksfest ab 15. Oktober

„Wilde Maus“ und vegane Kost auf dem 985. Bremer Freimarkt

Attraktionen wie das „Magic House“ schräg vor der Stadthalle sollen Besucher auf die Bürgerweide locken – aber immer nur 20 000 auf einmal. Denn der 985. Bremer Freimarkt soll aus Corona-Gründen nicht zu voll werden.
+
Attraktionen wie das „Magic House“ schräg vor der Stadthalle sollen Besucher auf die Bürgerweide locken – aber immer nur 20 000 auf einmal. Denn der 985. Bremer Freimarkt soll aus Corona-Gründen nicht zu voll werden.

Kein „Freipaak“, keine „Sommerwiese“, nein, ein richtiges Volksfest fast wie früher… soll er werden, der 985. Bremer Freimarkt. Er beginnt am Freitag, 15. Oktober. Und er dauert bis einschließlich Sonntag, 31. Oktober. 17 Tage lang also heißt es: „Ischa Freimaak!“ – Fragen und Antworten zum großen Bremer Volksfest.

Welche Corona-Regeln gelten auf dem Freimarkt?

Es dürfen maximal 20 .000 Personen gleichzeitig auf die Bürgerweide, mit Lichtschranken soll die Zahl der Anwesenden exakt erfasst werden. Das Volksfest-Areal ist eingezäunt (der „Kleine Freimarkt“ auf dem Marktplatz aber nicht). Trotz der Bremer Corona-Warnstufe 0 müssen Besucher an den beiden Eingängen (Nähe Schlachthof/Halle 7 und Nähe Bahnhofs-Nordausgang; jeweils mit Wartezonen) nachweisen, dass sie geimpft, genesen oder getestet sind – denn für Großveranstaltungen ab 5 .000 Teilnehmern gilt die 3G-Regel weiter. Privat gemachte Schnelltests werden nicht akzeptiert. Kinder und Jugendliche unter 16 Jahren müssen keinerlei Nachweis erbringen. Der Freimarkt kostet keinen Eintritt, es müssen keine Zeitslots vorab gebucht werden. Masken und 1,50 Meter Abstand sind nicht mehr Pflicht, werden aber empfohlen.

Wie wird der Freimarkt nach einem Jahr Pause eröffnet?

Auf dem Bremer Marktplatz wird wieder der „Kleine Freimarkt“ aufgebaut – mit Nostalgie-Touch.

Den „Kleinen Freimarkt“ in der Innenstadt eröffnet Bürgerschaftspräsident Frank Imhoff am Freitag um 16 Uhr auf dem Marktplatz. Sobald der Bremer Roland dort sein großes Freimarktsherz trägt, folgt er auch schon, der dreimalige Ruf „Ischa Freimaak!“ Die offizielle Eröffnung auf der Bürgerweide folgt um 18 Uhr – nicht in einem prallgefüllten Festzelt, sondern pandemiekonform mit Fassanstich im luftigen Biergarten der „Almhütte“. Die Zeremonie übernimmt Freimarkts- und Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke). Drei Böllerschüsse verkünden, dass es nun rund geht. „Dass wir den Freimarkt haben, ist Senatorin Vogt zu verdanken“, so Schausteller-Vertreterin Susanne Keuneke.

Wann öffnet das Volksfest auf der Bürgerweide?

Sonntags bis donnerstags von 13 bis 23 Uhr, freitags und sonnabends: 13 bis 24 Uhr.

Wie viele Geschäfte sind dabei?

In der Regel bauen mehr als 300 Schausteller auf den 100. 000 Quadratmetern Volksfest-Fläche ihre Buden und Karussells auf. 320 Schausteller zum Beispiel waren es im Jahr 2018. Dieses Mal wird mehr Platz für Abstände gebraucht – folglich hat die Marktverwaltung aus 962 Bewerbungen 251 Geschäfte ausgewählt. Auf dem Bahnhofsvorplatz und am Nordausgang des Bahnhofs werden dieses Mal keine Buden aufgebaut, damit es dort nicht zu Gedränge kommt.

Welche Geschäfte stehen auf der Bürgerweide?

Überall laufen die Vorbereitungen, um alle Attraktionen ins rechte Licht zu setzen.

Viele Klassiker wie „Happy Sailor“ und „Wellenflug“, „Break Dancer“ und „Commander“. Es gibt zwei Autoscooter, aber trotz der vielfach propagierten „Verkehrswende“ keinen Fahrradscooter. Neuheiten: „Heidi the Coaster“ (rasant fahrende und frei drehende Gondeln, die Strecke 430 Meter lang, 13 Meter hoch), „Piraten-Fluss“ (Wildwasserbahn), „Take off“ (starke Beschleunigung auf kleinstem Raum). Nach längerer Pause wieder mal dabei: „Voodoo Jumper“ und „Wilde Maus XXL“, „Apollo 13“ und die Geisterbahn „Scary House“. Es gibt 14 Kinderkarussells und 103 Imbissbetriebe. Da ist alles dabei, sogar vegane Kost. „Wer auf dem Freimarkt nichts findet, der hat einfach keinen Hunger“, sagt Joachim Ackermann, Markt-Referatsleiter in der Behörde.

Wie sieht es mit großen Festzelten aus?

Gesang, Schunkelei und Gedränge in Riesenzelten? Soll es nicht geben. Neben der „Almhütte“ sind das „Hansezelt“ und das Bayernzelt mit Biergärten auf der Bürgerweide vertreten; zudem gibt es ein Großzelt. Zur Anpassung an bremische Wetterverhältnisse sind die „Gärten“ zeltähnlich überdacht. „Es wird ein bisschen kühler als sonst. Aber Bremer sind das gewohnt“, so Senatorin Vogt. In der Sprache der Behörden heißen die Biergärten beschwingt „offen gestaltete, biergartenähnliche Ausschankbetriebe“. Zum Wohl!

Was kosten die Tickets?

Fahrgeschäfte: zwei Euro bis sieben Euro. Die Bierpreise: 0,25 Liter drei Euro, 0,5 Liter fünf bis 5,50 Euro.

Gibt es Bummelpässe zu kaufen?

In diesem Jahr nicht, im nächsten Jahr soll es die „Freimarkts-Tickets“ wohl wieder geben.

Wer ist dieses Mal „Miss Freimarkt“?

In diesem Jahr wurde auf die Wahl einer Repräsentantin verzichtet. Auch der ursprünglich für den 23. Oktober geplante Freimarktsumzug wurde abgesagt.

Das könnte Sie auch interessieren

elona ist da. Ihre lokalen Nachrichten.

Mehr zum Thema:

Karpfen werden umgesiedelt

Karpfen werden umgesiedelt

Impressionen vom Bremer Freimarkt 2021

Impressionen vom Bremer Freimarkt 2021

Dampftag im Kreismuseum

Dampftag im Kreismuseum

Sauberhafte Zeiten: Vorwerk-Aktionssets mit gratis Extra sichern

Sauberhafte Zeiten: Vorwerk-Aktionssets mit gratis Extra sichern

Meistgelesene Artikel

Freimarkt Bremen: Anfahrt, Parken und wichtige Fakten

Freimarkt Bremen: Anfahrt, Parken und wichtige Fakten

Freimarkt Bremen: Anfahrt, Parken und wichtige Fakten
Bremen will Lärmblitzer einsetzen

Bremen will Lärmblitzer einsetzen

Bremen will Lärmblitzer einsetzen
Bremer Freimarkt: Volles Haus

Bremer Freimarkt: Volles Haus

Bremer Freimarkt: Volles Haus
Farbbombe zerstört Kunst in Bremen-Schwachhausen

Farbbombe zerstört Kunst in Bremen-Schwachhausen

Farbbombe zerstört Kunst in Bremen-Schwachhausen

Kommentare