Einweihung des neuen Ariane-6-Zentrums

Wiederzündbar

Sie drückten gemeinsam den roten Knopf zum offiziellen Start des Ariane-6-Zentrums: Andreas Bovenschulte (2.v.r.), Sarah Ryglewski, Staatssekretärin im Bundesfinanzministerium, Pierre Godart und DLR-Direktor Gerd Kraft (rechts Moderatorin Rommy Arndt). Foto: SENATSPRESSESTELLE

Bremen – Die Ariane Group hat gestern offiziell die Einweihung des neuen Ariane-6-Zentrums in der Bremer Neustadt gefeiert. Mit dabei war unter anderem Dr. Thomas Reiter, Koordinator der Europäischen Weltraumorganisation (ESA). In dem 6 000 Quadratmeter großen und 21 Meter hohen Gebäude schließen die Bremer Raumfahrt-Spezialisten zur Zeit die Integration von zwei Ariane-6-Oberstufen ab, die ab Anfang 2020 getestet werden sollen.

Eine Oberstufe wird ihre Testzündungen auf dem neuen Prüfstand des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Lampoldshausen absolvieren, während die andere Oberstufe am europäischen Weltraumbahnhof in Kourou mit den anderen Teilen des Trägers zusammengeführt wird. Dort sollen vor dem geplanten Erstflug in der zweiten Jahreshälfte 2020 kombinierte Tests zwischen dem vollständigen Träger und der Startrampe ELA-4 erfolgen.

„Ich freue mich sehr, die Einweihung des Integrationszentrums in Bremen zu feiern. Die Entwicklung der Ariane 6 befindet sich nun auf der Zielgeraden und die Qualifikationsphase für den Erstflug im zweiten Halbjahr 2020 hat begonnen“, sagte Pierre Godart, Geschäftsführer der Ariane-Gruppe in Deutschland. Das neue Ariane-6-Zentrum zeige, dass Bremen ein „wichtiges Kompetenzzentrum für die europäische Raumfahrtindustrie“ sei.

„Heute wird ein nächster Meilenstein im europäischen Raketenbau gesetzt. Seit gut 40 Jahren werden hier in Bremen die Oberstufen für die Ariane-Trägerraketen gebaut. Bremen ist damit das Kompetenzzentrum für den Raketenbau in Europa. Darauf können wir stolz sein“, sagte Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD). Mittlerweile arbeiteten in diesem Sektor in der Nordwestregion mehr als 12 000 Beschäftigte – mit steigender Tendenz. Rund 140 Unternehmen erwirtschaften laut Bovenschulte, einen Jahresumsatz von etwa vier Milliarden Euro. Dazu kämen 20 wissenschaftliche Institute, die in der Raumfahrt forschten und arbeiteten. „Das Land Bremen hat den vergangenen Jahrzehnten auf Luft- und Raumfahrt als Standortfaktor gesetzt“, so Bovenschulte. Das sei eine „jahrzehntelange Erfolgsgeschichte made in Bremen“.

Die Ariane-6-Oberstufen sind mit dem wiederzündbaren Vinci-Triebwerk ausgestattet, wodurch die künftige europäische Trägerrakete ein breites Spektrum an Einsätzen mit unterschiedlichster Missionsdauer und in mehrere Zielorbits abdecken kann. Insbesondere eignet sie sich für den Transport von Satelliten, heißt es. Die Ariane-Gruppe beschäftigt in Bremen 550 Mitarbeiter. In der Neustadt arbeitet sie Seite an Seite mit MT Aerospace, Tochterunternehmen von OHB. MT Aerospace ist für den Bau der metallischen Teile der Tanks zuständig und fertigt in einem Gebäude direkt neben dem Ariane-6-Zentrum.  gn

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