Sicherheitskonzept genehmigt / Platz für 38.000 Besucher

Weserstadion: Bereit für große Open Airs

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Im Bremer Weserstadion können jetzt Open-Air-Konzerte mit bis zu 38 000 Zuschauern stattfinden. Das Bauresort genehmigte ein entsprechendes Sicherheitskonzept der Betreiber.

Bremen - Von Elisabeth Gnuschke. Helene Fischer kann kommen, Mario Barth auch. Oder Justin Bieber. Oder Rihanna. All diese Stars schaffen es, ein ganzes Stadion zu füllen. Und jetzt steht auch das Weserstadion wieder zur Verfügung, denn das Bauressort hat das im Sommer 2016 von der Betreibergesellschaft der Arena vorgelegte Sicherheitskonzept genehmigt.

Das bedeutet grünes Licht für Open-Air-Konzerte mit 38.000 Besuchern. Ob allerdings in absehbarer Zeit Stars in Bremen ein Konzert unter freiem Himmel im Peterswerder geben wollen, das wird sich erst noch herausstellen.

Platz für 40.000 Menschen hatte die Betreibergesellschaft, hinter der je zur Hälfte Bremen und Werder stehen, bieten wollen, so Geschäftsführer Heinz-Günther Zobel. Denn nach dem großen Umbau 2007 waren für Konzerte lediglich 33.000 Zuschauer zugelassen – zu wenig, um mit der Konkurrenz in Hamburg und Hannover (45.000/48.000 Plätze) mitzuhalten. 

Platz für 40.000 Zuschauer bei Open Airs kann das Stadion trotz des neuen Sicherheitskonzepts nicht bieten, aber immerhin für 38.000 Menschen. Ob das reicht, den Standort Bremen nach zehn Jahren Pause für Großkonzerte unter freiem Himmel wieder attraktiv zu machen, ist offen.

Mehr Zuschauer heißt mehr Geld

In der Konzertbranche wird knallhart gerechnet – mehr Zuschauer heißt mehr Geld. Oliver Mücke von Koopmanns Concerts, einer der als Veranstalter für Open Airs im Gespräch war, ist skeptisch, ob die großen Stars künftig wieder Station in Bremen machen. „Das ist eine sehr ambitionierte Idee, muss sich aber an der Realität messen lassen“, sagte Mücke gegenüber unserer Zeitung. 

In zehn Jahren – „Herbie“ Grönemeyer war der bisher letzte Sänger, der im Juni 2007 im Stadion auftrat – habe sich der Markt „sehr verändert“. Mücke selbst plant nichts in Richtung Open-Air-Konzert im Weserstadion, sagte er.

Knackpunkt beim Sicherheitskonzept waren die Fluchtwege. Die Betreiber hatten einen Musteraufbau eingereicht, der Fluchtwege und Rettungskonzept umfasste. Einbezogen wurden zwei größere Tore. Umbaumaßnahmen und Investitionen sind für die Umsetzung des Konzeptes nicht notwendig, hatte Zobel im Sommer bei der Vorstellung der Pläne gesagt.

Gebremste Euphorie bei Werder

Bei Werder selbst bremsten Verantwortliche am Mittwoch ein wenig die Euphorie einiger Bremer, die hier bereits Weltstars auftreten sehen. Es sei allerhand logistischer Aufwand zu treiben, um ein Open Air stattfinden zu lassen. So müssten die mobilen Tribünen in der Ostkurve für eine Bühne abgebaut werden. Auch Fragen wie Anreise der Zuschauer und Parksituation seien zu klären.

Zumindest sind die Voraussetzungen für Freiluftkonzerte in Stadionatmosphäre mit Genehmigung des Sicherheitskonzeptes geschaffen. Man habe die Pläne „sorgfältig geprüft“ und mit Feuerwehr sowie Polizei abgestimmt, sagte Jens Tittmann, Sprecher des Bauressorts. Die vom Betreiber anvisierte Platzzahl von 40.000 habe das Ressort um 2.000 reduzieren müssen, da sich zwei Rettungswege kreuzten. Da sei „nachgebessert“ worden. Und so ist nun Platz für 38.000 Besucher.

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