Werbung für Europa

Neujahrsempfang des Senats - Gedenken an Pawel Adamowicz 

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Empfang für die Konsularkorps aus Bremen und Hamburg: Bürgermeister Carsten Sieling (l.) mit Generalkonsulin Oksana Tarasyuk, Doyenne aus Hamburg (dritte v. l.) und dem Doyen aus Bremen, Honorarkonsul Hans-Christoph Enge (vierter v. l.).

Bremen - Small Talk, Begegnungen, Reden: Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) hat am Mittwoch in der Oberen Rathaushalle 450 Gäste zum Neujahrsempfang des Senats begrüßt.

Der Empfang, zu dem das Rathaus traditionell auch die Konsularischen Korps aus Bremen und Hamburg einlädt, stand unter dem Eindruck des Attentats auf den Stadtpräsidenten und Bürgermeister von Bremens Partnerstadt Danzig, Pawel Adamowicz. Sieling: „Am Montag hat uns die traurige Nachricht erreicht, dass unser Freund Pawel Adamowicz Opfer eines Attentats geworden ist und diesen Angriff nicht überlebt hat. Adamowicz stand für ein weltoffenes und liberales Polen. Für ein Europa der Völkerverständigung, für eine offene und tolerante Gesellschaft.“

In seiner Rede ging Sieling - mitten im Brexit-Trubel - zudem auf die Bedeutung Europas und auf Bremens Zukunft ein: „Am 26. Mai wird in Bremen nicht nur die Bürgerschaft neu gewählt. Zugleich findet auch die Europawahl statt. Wir alle hier wünschen uns, dass diese Wahl Europa stärkt. Denn Europa ist immer noch - trotz aller Krisen - das größte und erfolgreichste Friedensprojekt der Welt.“

Und weiter: „Europa steht für Menschenrechte und Humanität, für Zivilisation und Kultur, für Rechts- und Sozialstaatlichkeit, für Presse- und Meinungsfreiheit, für kulturelle und religiöse Vielfalt, für die Achtung der Menschenwürde. Europa braucht gerade heute viele Botschafter und Fürsprecher, die für die großartige europäische Idee eintreten. Deshalb meine Bitte auch an Sie: Werben Sie für Europa!“

Die sprichwörtliche Werbetrommel rührte Sieling auch für Bremen. „Bremen und Bremerhaven können mit Zuversicht und Vertrauen in die Zukunft blicken, wirtschaftlich sind wir die Nummer Eins im Norden. Die Arbeitslosigkeit geht zurück und in den vergangenen Jahren sind in unseren beiden Städten mehr als 50 000 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen worden“, sagte der Bürgermeister. „Ab dem kommenden Jahr stehen uns jährlich rund 500 Millionen Euro zusätzlich in unserem Haushalt zur Verfügung.“ Das biete „neue Gestaltungsspielräume“.

Radio Bremens Intendant Jan Metzger hob unterdessen in seiner Festrede die Rolle und die Verantwortung der Medien als sogenannte „vierte Gewalt“ in der Demokratie hervor.  

kuz

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