Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen legt Bilanz vor / Bürgerbusse auf Erfolgskurs

Wenn der Eis-Winter für heiße Zuwächse sorgt

Bremen - Von Thomas Kuzaj512 Linien, die auf 8 800 Quadratkilometern an 82 Bahnhöfen halten und etliche Haltestellen ansteuern – das ist der Verkehrsverbund Bremen/Niedersachsen (VBN). In Bremen präsentierte er gestern seine Bilanz für 2009. In den Räumen am Willy-Brandt-Platz (Hauptbahnhof) gab es zufriedene Gesichter. Der VBN steuerte gut durch 2009.

Zu Beginn hatte man die Tarife um 4,1 Prozent erhöht, am Ende die Fahrgeldeinnahmen um 4,3 Prozent gesteigert – von 142,7 Millionen Euro auf 148,8 Millionen Euro. Die Zahl der Fahrgäste stieg um gut zwei Millionen – von 134,9 Millionen auf knapp 137 Millionen, was einem Plus von 1,5 Prozent entspricht. Die Jahresergebnisse im VBN sind etwas besser als der Trend in der deutschen Öffentlichen-Nahverkehrs-Branche.

„Wir freuen uns, dass es uns bereits im zehnten Jahr in Folge gelungen ist, sowohl bei den Fahrgastzahlen als auch bei den Einnahmen zuzulegen“, erklärte VBN-Geschäftsführer Wolfgang Müller. Apropos Zuwachs: Die sieben Bürgerbusse in Weyhe, Hude, Ganderkesee, Bassum, Butjadingen, Syke und Kirchlinteln hatten zusammen 80 000 Fahrgäste – gegenüber dem Vorjahr eine Steigerung um 39 Prozent.

Auch neue Angebote kamen (und kommen) gut an. Die Fahrplanauskunft fürs Mobiltelefon etwa. Die Zahl der Nutzer verdoppelte sich bei diesem Service von 14 000 auf 30 000. In diesem Jahr – im März – führte der VBN für Fahrgäste unter 21 das „Jugend-Freizeit-Ticket“ ein – 2 500 Jugendliche haben es als Jahres-Abo, weitere 3 600 als Monatskarte.

Zurück ins vergangene Jahr, in dem in Bremen der Kirchentag gefeiert wurde – eine Herausforderung für den gesamten VBN. Alle Tages-, Abend- und Dauerkarten waren gleichzeitig Fahrkarten für Busse und Bahnen im gesamten Verbundgebiet. Und in diesem Gebiet fuhren deutlich mehr Busse und Bahnen als sonst – darunter 277 Sonderzüge. In das verstärkte Angebot flossen etwa 415 000 Euro an öffentlichen Geldern.

Was im vorigen Jahr der Kirchentag war, ist in diesem Jahr der eisige Dauerwinter gewesen. Er sorgte für weiter steigende Fahrgastzahlen – und er war obendrein „für den Nahverkehr eine wichtige Prüfung“, so Müller. Im ersten Quartal zählte der VBN 1,6 Millionen mehr Fahrgäste als im Vergleichsquartal des Vorjahres – ein Plus von 4,7 Prozent.

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