Neues Bremer Kinderbuch

Wenn der Uropa vom Hafen erzählt. . .

Die Hafenwelt der 60er wird in dem Kinderbuch „Fiete Hansen löscht ein Schiff“ wieder lebendig.
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Die Hafenwelt der 60er wird in dem Kinderbuch „Fiete Hansen löscht ein Schiff“ wieder lebendig.

Bremen – Markus Weise, Schauspieler, Komiker und Moderator aus Delmenhorst, ist ziemlich bekannt in der Region – unter anderem durch seine Auftritte auf dem Bremer Theaterschiff („Hilfe, endlich Papa“) und in der Komödie Bremen im Packhaus (Schnoor).

Auch in der pandemietauglichen Filmversion des Publikumserfolgs „Hitparade“ hat er jüngst mitgespielt.Aber Weise kann auch anders. Er schreibt. Und er kennt sich im Hafen aus, zumal er viele Jahre Erfahrung mit Führungen durch Europahafen und Hafenmuseum hat. Nun hat er beides zusammengeführt und sein erstes Kinderbuch veröffentlicht – der Band mit dem Titel „Fiete Hansen löscht ein Schiff“ (48 Seiten, Preis: 14,90 Euro) ist soeben im Bremer Schünemann-Verlag erschienen.

Und Fiete Hansen ist nicht irgendwer. Weise hat die Figur ursprünglich für seine Familienführungen auf dem „Überseetörn“ erfunden. Besonders bei den kleinen Leuten kam Fiete mit seinen Geschichten aus großen Hafenzeiten sehr gut an. Mit Geschichten aus der Zeit, als es noch keine Container gab. Als Baumwollballen, Teekisten und Kaffeesäcke als Stückgut im Hafen verladen wurden. Als es noch Berufe gab wie Küper und Tallymann. . .

Die Hafenwelt der 60er wird lebendig

Lange her. Aber nicht ohne Faszination für Kinder von heute, die in einer digitalisierten Welt aufwachsen. Für sein Buch hat Weise es so umgesetzt: Während die Familie schön Kaffee trinkt, sitzen Fiete Hansen, der Hafenarbeiter im Ruhestand, und sein Urenkel Finn ganz gemütlich im Sessel. Ein altes Fotoalbum nimmt die beiden mit auf eine Reise in eine längst vergangene Zeiten, als im Hafen jede Menge los war – und der Uropa immer mittendrin.

Mit plattdeutschen Einsprengseln in Uropa Fietes Erzählungen lernt Finn diese Welt nun kennen. Und er lernt eine Menge neuer (alter) Worte. Backbord zum Beispiel. Steuerbord. Löschen. Finn staunt, dass ein Schiff nicht brennen muss (und auch nicht brennen sollte), um gelöscht zu werden. Weise gelingt es, mit schön bremischem Charme für ein junges Publikum aus längst vergangenen Hafenzeiten zu erzählen. Finn hat viele Fragen, der Uropa viele Antworten.

Die kongenialen Bilder dazu stammen von der Illustratorin Helke Rah, die in der Bremer Neustadt das maritim durchwirkte Papeteriegeschäft „Mooi & Fien“ betreibt. Sie lässt eine Bilderwelt der 60er lebendig werden. Rah kennt die maritime Welt, sie ist an der Nordseeküste aufgewachsen.

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