Spies präsentiert Bremer Büromarkt-Report für das Jahr 2009: Spitzenflächen sind knapp – und entsprechend begehrt

Wenig Platz, konstantes Preisniveau

Blick in die Ansgaritorswallstraße: Bremens Innenstadt fehlen Spitzenlagen für Büros und Einzelhandel.

Bremen - Von Thomas Kuzaj· Ressourcenschonend, sehr energieeffizient, an hohen Ökologiestandards orientiert – erfüllt eine Immobilie all dies und mehr, sprechen Fachleute von „Green Building“. Gerade im Gewerbebereich sind die Öko-Bauten zunehmend gefragt.

Doch: „In der Bremer Innenstadt ist gegenwärtig nicht ein ‚Green-Building‘-Thema projektiert“, klagt Jens Lütjen, Inhaber der Unternehmensgruppe Spies. Gemeinsam mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Stefan Albert präsentierte er in den Spies-Räumen am Domshof gestern den neuen Büromarkt-Report für die Hansestadt. Apropos: In wenigen Monaten öffnet das Bremer Unternehmen ein Investmentbüro in Hamburg.

Das Büro-Zahlenwerk reflektiert nicht allein die von Spies vermittelten Flächen, sondern den gesamten Markt. Gemeinsam mit den Fachleuten der DIP-Gruppe (Deutsche Immobilien-Partner), des umsatzstärksten deutscher Maklerverbundes, seien die Daten vorsichtig und „konservativ recherchiert“ worden, hieß es.

Der Bremer Büromarkt hat sich demnach im vergangenen Jahr deutlich erholt, ohne an die Rekordumsätze der Jahre 2006 und 2007 anzuknüpfen. 2009 stieg das Volumen der neu vermittelten Fläche auf 82 000 Quadratmeter, was einem Zuwachs von zwölf Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. 2008 registrierten die Experten einen Flächenumsatz von lediglich 73 000 Quadratmetern. Für 2010 rechnen Lütjen und seine Kollegen vor dem Hintergrund der sich stabilisierenden Wirtschaftslage mit bis zu 90 000 Quadratmetern. Die Leerstandsquote war Ende 2009 mit 3,6 Prozent die im Bundesvergleich niedrigste. Die Spitzenmiete in der Innenstadt liegt in Bremen bei 12,50 Euro pro Quadratmeter. Seit Jahren pendelt sie konstant zwischen zwölf und 13 Euro. Lütjen sprach von einem „fast linealhaften Marktverlauf“.

Man könnte natürlich auch in höhere Bereiche vorstoßen, etwa mit Neubauten in Qualitäts-Architektur und nach „Green-Building“-Standards. Kalkulierbar niedrige Energiekosten ermöglichten dann Spielräume für höhere Kaltmieten – 13 bis 15 Euro seien vorstellbar, hieß es. Zudem könnte Bremen mit attraktiven Innenstadt-Bauprojekten mehrere Interessentengruppen gleichermaßen ansprechen. Unten Einzelhandel, darüber Büroflächen, oben Penthouse-Wohnungen – so das Rezept. „Zentrumsbezogene“ Wohnlagen übrigens würden sehr stark nachgefragt – wobei die Interessenten dann auch wirklich im Zentrum wohnen wollen, und sei es in der Sögestraße.

Zurück zu den reinen Büroflächen. Außerhalb der Innenstadt gibt es zwei weitere Quartiere, die für dieses Thema in Bremen relevant sind. Der Technologiepark an der Universität, für einige Zeit im Schatten der aufblühenden Überseestadt, hat sich nach Lütjens Worten deutlich erholt. Die Leerstände dort seien „insgesamt außerordentlich zurückgegangen“. In der Überseestadt gebe es unterdessen – etwa in Neubauten am Europahafen – „praktisch keine freien Flächen“ mehr. Gleichwohl gebe es eben etliche Unternehmen und Sozietäten, die große (und zusammenhängende) Büroflächen „explizit in der Innenstadt“ suchen. Hoffnungen setzen Lütjen und seine Kollegen in die jüngst beschlossenen Pläne zur Aufwertung der Innenstadt. Zudem müsse man die Kraft haben, auch einmal Widerstände auszuhalten.

WWW.

robertcspies.de

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