„Frische-App“ präsentiert / 260 Aussteller

Weltpremiere auf der Fischmesse

Immer ein Hingucker: der lange Schwertfisch. ·

Bremen - Von Jörg Esser - Fisch und Bremen, das passt. Und so trifft sich die Branche wieder einmal drei Tage lang in der Hansestadt. Gestern Vormittag wurde die Fachmesse „Fish International 2012“ eröffnet.

Mit einer Weltpremiere. Professor Joop Luten vom norwegischen Forschungsinstitut Nofima in Tromsø präsentierte die neue Version der App „Wie frisch ist mein Fisch?“ als kostenlose Anwendung für i-Phones und i-Pads.

Noch ein Hingucker und kaum zu fassen: der gigantische und imposante Gotteslachs.

Elf Eigenschaften –  vom Geruch über die Textur der Haut, die Pupillen der Augen bis zur Farbe der Kiemen – geht die App mit dem Anwender durch, dann erfährt dieser, wie lange der Fisch, der da vor ihm liegt, bei richtiger Lagerung noch haltbar ist. Verfügbar ist die App in elf Sprachen. „Die Nutzer können die 13 für den europäischen Markt wichtigsten Fischarten prüfen“, sagt Luten. Und wer braucht das fischkundige Smartphone? Dem Entwickler fallen spontan die Einkäufer von Händlern und Fischverarbeitern ein, die die Daten der App für die Dokumentation nutzen könnten. Fischhändler zeigten sich bei der Präsentation gestern skeptisch: „Das ist ein überflüssiges Spielzeug“, hieß es. Luten jedoch ist vom Erfolg seiner Entwicklung überzeugt. Er bastelt jetzt an einer Version für Mobiltelefone.

Die Fischforscher aus Norwegen sind auf der „Fish International“ vor Ort und zählen zu den 260 Ausstellern aus 23 Nationen, die dem Fachpublikum noch bis morgen, Dienstag, Neuheiten aus der Fischindustrie und vom Fischmarkt präsentieren. Bremens Messe-Chef Hans Peter Schneider rechnet mit rund 10 000 Besuchern. In den Hallen 4 und 5 auf der Bürgerweide geht es auf rund 15 000 Quadratmetern Ausstellungsfläche um neue Maschinenkonzepte für das Filettieren von Lachs, für Räucherung und Verpackung.

Auch „neue Fische“ wollen den Markt erobern. Eine Firma aus Polen will in Deutschland den Barramundi als Speisefisch vermarkten, der ursprünglich aus Australien stammt. Der barschartige Fisch kann bis zu zwei Meter lang und 60 Kilo schwer werden, heißt es. Ein Unternehmen aus Friedrichshafen am Bodensee hat wilden Zander aus Russland im Gepäck. Und die Kampagne „Sicilian Fisch on the Road“ zeigt in Bremen „vergessene Fische“, die rund um Sizilien gefangen werden und als „äußerst lecker“ gelten. Dazu zählen der Strumpfbandfisch, die Sardinelle und der Mittelmeersandaal.

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