Riesiger Weltkriegsbunker wird als Gedenkstätte eröffnet

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Der Bunker steht für den Größenwahn der Nazis und das Leid tausender Zwangsarbeiter. An ihr Schicksal soll die Gedenkstätte erinnern.

Bremen - Der Bunker Valentin in Bremen steht für den Größenwahnsinn der Nazis und das Leid tausender Zwangsarbeiter aus ganz Europa. Am Sonntag (11 Uhr) wird die Gedenkstätte in dem riesigen Bauwerk an der Weser eröffnet.

Auf einem Rundweg und in einer Ausstellung können sich Besucher künftig über den Bau von Europas zweitgrößtem überirdischen Bunker - nach dem in Brest in der Bretagne - informieren. Rund vier Millionen Euro haben Bund und Land für den Aufbau der Gedenkstätte gezahlt. Zu der Eröffnungsfeier sollen auch ehemalige Zwangsarbeiter und ihre Nachfahren kommen. Die Nazis wollten in dem Bunker eine gigantische U-Boot-Werft errichten. Auf der Baustelle mussten von 1943 bis 1945 täglich bis zu 12 000 Zwangsarbeiter schuften. Viele starben an Entkräftung, verhungerten oder wurden hingerichtet. Ihr Schicksal will die Gedenkstätte in den Vordergrund rücken. Auf dem Rundweg informieren historische Fotos und Texttafeln die Besucher an 25 Stationen, wie es damals auf der Baustelle aussah. Auf einem Multimedia-Guide berichten Zeitzeugen von ihren Erinnerungen. dpa

Die Chronologie des Bunkers

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