Zwei weitere Corona-Todesopfer

Bremen: Weiter so im Lockdown

Eine Frau geht am Schild „Willkommen im Impfzentrum“ vorbei.
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„Willkommen im Impfzentrum“ steht auf einem Schild im Eingangsbereich. Die Impfstoff-Liefermenge für Bremen bleibt stabil.

In Bremen ist es wie überall. Der Lockdown wird verlängert. In Bussen und Bahnen werden FFP2-Masken zur Pflicht.

  • Gastronomen fordern „Exitstrategie“.
  • Impfstoffmengen bleiben konstant.
  • Zwei weitere Corona-Tote.

Bremen – Weiter geht es im Lockdown. Zunächst einmal bis 14. Februar. Und Bremen zieht mit. „Die Pandemie ist noch nicht besiegt“, sagte Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD).

So wird im Kampf gegen das Coronavirus praktisch alles, was jetzt gilt, noch zwei Wochen länger als bislang geplant fortgeschrieben. Dazu gehört die Schließung von Restaurants, Cafés, Kneipen und dem Einzelhandel mit Ausnahme von Geschäften des täglichen Bedarfs. Vom Kino und Theater über das Fitnessstudio bis hin zum Frisörgeschäft bleiben zahlreiche Kultur- und Freizeiteinrichtungen sowie Dienstleistungsbetriebe geschlossen. Auch die Kontaktbeschränkungen bleiben wie gehabt. Ein Haushalt darf nur einen Gast aus einem anderen Haushalt empfangen. Arbeitgeber sollen überall dort, wo es geht, Homeoffice ermöglichen. Arbeitnehmer werden gebeten, „das Angebot zu nutzen“.

In Geschäften und öffentliche Verkehrsmitteln müssen zukünftig die höherwertigen FFP2-Masken verwendet werden. Stoff- und Behelfsmasken oder Schals reichen ab sofort nicht mehr aus. Bremen habe gute Erfahrungen damit gemacht. Er könne deshalb der Idee, das Tragen von „medizinisch hochwertigen Masken“ vorzuschreiben, „viel abgewinnen“, sagte Bovenschulte.

Keine Nachteile für Studenten

Für die Studenten im Land Bremen sollen auch für das Wintersemester 2020/21 Nachteilsausgleichsregelungen greifen. So soll der Übergang vom Bachelor- zum Masterstudium durch eine entsprechende Fristverlängerung sichergestellt und der Bafög-Bezug auch für zwei zusätzliche, die allgemeine Regelstudienzeit überschreitende Semester ermöglicht werden. Das hat der Senat am Dienstag beschlossen. Eine entsprechende Änderung des Bremischen Hochschulgesetzes soll der Bremischen Bürgerschaft noch für die Januarsitzung zur ersten Lesung vorgelegt werden „Mir ist es sehr wichtig, dass durch die Corona-Pandemie nicht die Bildungsgerechtigkeit in Frage gestellt wird und sich soziale Unterschiede nicht verschärfen“, sagte Wissenschaftssenatorin Claudia Schilling (SPD).

Die Bremer Gastronomie hat weiterhin keine Aussicht auf Öffnungen und wirtschaftliche Perspektiven. „Wir müssen damit umgehen“, sagte Thorsten Lieder, Geschäftsführer der Bremer Gastro-Gemeinschaft. „Die Sicherheit unserer Gäste steht über allem.“ Lieder fordert von den Politikern jetzt „Konzepte, die Wege aus der Krise weisen“. Er sagt: „Der Lockdown braucht Exitstrategien.“

Das Gesundheitsamt hat am Dienstag für das Land Bremen 69 Neuinfektionen mit dem Coronavirus gemeldet, 38 weniger als vor einer  Woche. Davon entfallen zwölf auf Bremerhaven. Zudem wurden in der Stadt Bremen zwei weitere Corona-Tote registriert. Damit ist die Zahl der Menschen, die seit Beginn der Pandemie im kleinsten Bundesland mit oder an Corona gestorben sind, auf 239 gestiegen. Aktiv infiziert sind derzeit 1 043 Bremer und Bremerhavener (minus 70). Seit Anfang März 2020 sind damit im Land Bremen 15 026 Corona-Infektionen bestätigt worden, davon 1573 in Bremerhaven. Als genesen gelten mittlerweile 13 744 Corona-Infizierte (plus 137). Die Inzidenzwerte sind auf bei 77,0 in Bremen und 78,1 in Bremerhaven gesunken. In den Kliniken werden aktuell 128 Personen (minus 34) stationär versorgt. Davon liegen 24 auf Intensivstationen, 14 werden beatmet.

Inzidenzwerte sinken

Geimpft worden sind weiteren Angaben aus dem Gesundheitsressort zufolge bis Montagabend insgesamt 12 972 Menschen im Land Bremen. Die Liefermenge des Biontech-Impfstoffs an das Land Bremen soll stabil bleiben. Das geht aus aktualisierten Lieferlisten des Bundesgesundheitsministeriums hervor. Demnach erhält Bremen bis Mitte Februar wöchentlich rund 5 800 Impfdosen. Das sei die Minimaldosis. „Wir bekommen quasi eine Box mit Impfstoff. Weniger als eine Box geht nicht“, sagte Lukas Fuhrmann, Sprecher des Bremer Gesundheitsressorts. Deshalb sollen ab Mittwoch die Impf-Einladungen an Über-80-Jährige verschickt werden, die nicht in Pflegeeinrichtungen leben.

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