Ein Abend voller Erinnerungen: Nana Mouskouri singt im Musicaltheater

Weiße Rosen blühen noch

Nana Mouskouri ließ ihr Publikum einen Abend lang in Erinnerungen schwelgen. ·
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Nana Mouskouri ließ ihr Publikum einen Abend lang in Erinnerungen schwelgen. ·

Bremen - Von Nina SeegersDie Bühne ist in ein dunkles violettes Licht gehüllt, die Musiker der sechsköpfigen Band spielen im Hintergrund leise eine Melodie, während Lénou, Nana Mouskouris Tochter, eine kleine Geschichte über ihre Mutter vorträgt. Das Konzert im Bremer Musicaltheater ist der Auftakt zu Mouskouris Deutschlandtournee, die bis Mai läuft.

„Ich war acht oder neun Jahre alt, als ich meine Mutter das erste Mal auf der Bühne sah“, sagt Lénou und erinnert sich daran, dass ihr als kleines Kind gar nicht bewusst war, welch großer Star ihre Mutter war. „Alles fing an mit einem Lied...“, erzählt Nanas 42-jährige Tochter abschließend und verschwindet leise von der Bühne. In dem Moment stimmt die Querflöte die Melodie von „Weiße Rosen aus Athen an“, Nanas großer Hit aus dem Jahr 1962, mit dem die Griechin ihren großen Durchbruch in der ganzen Welt feierte. Ein halbes Jahrhundert später ist eben dieses Lied der Anlass ihrer aktuellen Deutschlandtournee „50 Jahre weiße Rosen – Die Jubiläumstour“.

Dann endlich betritt die heute 77-jährige Sängerin mit den schwarzen Haaren und der massiven Hornbrille die Bühne und eröffnet das Konzert. Das Publikum erhebt sich aus Ehrerbietung von seinen Plätzen, klatscht laut Beifall und ist selig, als Nana „Weiße Rosen aus Athen sagen Dir auf Wiedersehen“ singt. Es sei ein Abend voller Erinnerungen, erzählt die Sängerin ihrem Publikum zur Begrüßung. „Auch 50 Jahre später blühen die weißen Rosen noch“, so Nana weiter.

Im Laufe des Konzerts folgt ein Hit dem nächsten. Das „Lied der Freiheit“ aus Giuseppe Verdis Oper „Nabucco“, „Try to remember“, das sie einst im Duett mit Harry Belafonte sang, „La Provence“ und „Sieben schwarze Rosen“.

Nana singt an diesem Abend in verschiedenen Sprachen, mal im zweistimmigen Duett mit ihrer Tochter, mal allein und erzählt zwischendurch kleine Geschichten aus ihrer Karriere als Sängerin. „Ich habe mit der Musik eine sehr, sehr schöne Reise gemacht, viele gute Freunde gefunden und viel gelernt“, sagt sie. Dass sie diese Tournee gemeinsam mit ihrer Tochter bestreitet, mache sie sehr glücklich. Und einmal, als ihre Tochter Lénou ein Lied allein singt, setzt sich die Mama an den Bühnenrand und schaut ihrer Tochter stolz zu.

Zum Abschluss des Konzerts am Mittwochabend, als die letzten Lieder – unter anderem „Guten Morgen, Sonnenschein“ – erklingen, steht das ganze Publikum auf, ruft laut „Bravo“, applaudiert unentwegt und schunkelt mit. Nana, die am Ende mit großen Blumensträußen überhäuft wird, zeigt sich überaus gerührt und verlässt nach vielen Zugaberufen nur schweren Herzens die Bühne.

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