Wechsel in die Wirtschaft

Präsidentin Katja Windt verlässt Jacobs-Uni

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Katja Windt verlässt nach vier Jahren an der Spitze der Jacobs-Uni die private Hochschule in Bremen-Nord.

Bremen -  Nach nur vier Jahren an der Spitze der Jacobs-Universität in Bremen-Nord verlässt Prof. Dr. Katja Windt die private Hochschule und wechselt in die Wirtschaft. Bereits am Montag, 15. Januar, tritt die Produktionstechnikerin ihre neue Position bei der SMS Group mit Sitz in Düsseldorf an.

Das teilte die Jacobs-Uni am Freitag mit. „Bis auf weiteres“ übernehme der Jacobs-Geschäftsführer Prof. Dr. Michael Hülsmann das Amt des Präsidenten, heißt es weiter. Hülsmann werde „die neue Phase der Wachstumsorientierung und strategischen Weiterentwicklung steuern“, heißt es in der Jacobs-Mitteilung. 

Windt dagegen werde bei der SMS Group, ein familiengeführtes Unternehmen des Anlagen- und Maschinenbaus für die Verarbeitung von Stahl- und Nichteisenmetallen, als Geschäftsführerin für den Bereich Elektrik und Automation sowie Digitalisierung verantwortlich sein.

Der Aufsichtsratsvorsitzende der Jacobs-Uni, Prof. Dr. Jürgen Zöllner, würdigt Windt als „engagierte Kämpferin, die in ihrer Amtszeit Wegweisendes geleistet hat“. Zöllner: „Wir verstehen und respektieren, dass sich ihr nun eine neue Berufs- und Lebensperspektive geboten hat, die sie ergreifen möchte.“

Windt zehn Jahre lang tätig

Zehn Jahre lang war Katja Windt an der Jacobs-Uni tätig, zunächst als Professorin für Produktionslogistik, zuletzt als Präsidentin. Am Anfang ihrer Präsidentschaft befand sich die Jacobs-Uni in einer wirtschaftlich schwierigen Situation. Gemeinsam mit ihrem Geschäftsführer-Kollegen Prof. Dr. Michael Hülsmann strukturierte sie das Fächerangebot neu, baute Stellen ab und setzte zahlreiche Sparmaßnahmen durch. „Für unsere Universität war das eine schwere Zeit“, erinnert sich Windt. „Aber rückwirkend muss man sagen: Es war der richtige und alternativlose Weg“, so Zöllner.

Die private Hochschule muss ab diesem Jahr ohne finanzielle Zuwendungen des Landes Bremen auskommen. Im vergangenen Jahr wies die Uni für 2016 einen „planhaften Fehlbetrag“ von 1,7 Millionen Euro aus, verzeichnete nach eigenen Angaben aber „mehr Studenten, höhere Einnahmen aus der Lehre und erfolgreiche Drittmittel-Projekte“.

Die Jacobs-Foundation, eine Stiftung des 2008 verstorbenen Unternehmers Klaus J. Jacobs und seiner Familie, unterstützt die Privatuniversität mit bis zu 100 Millionen Schweizer Franken (knapp 85 Millionen Euro) für die nächsten zehn Jahre.

Nachfolge noch ungewiss

Wer unterdessen die Nachfolge von Windt antritt, scheint derzeit noch ungewiss. 2018 stehe im Zeichen des Strategieprozesses für die Phase „Wachstum – durch Innovation“, teilte die Jacobs-Universität am Freitag auf Nachfrage unserer Zeitung mit. „Im Zuge dieses Prozesses, der im November abgeschlossen sein soll, werden wir uns auch mit der Führungsstruktur befassen. Darauf aufgebaut werden die geeigneten Persönlichkeiten gesucht“, so eine Jacobs-Sprecherin.

vr

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