Von Thomas Kuzaj

Webers Info-Tour durch Bremen

Angela Plümpe vom Sozialdienst katholischer Frauen in der Kinderabteilung der „Kleiderei“.

Bremen - · Was genau machen die eigentlich mit dem Geld? Das ist, salopp gesagt, die Frage, die sich Bürgerschaftspräsident Christian Weber stellte. Aber nicht als Politiker, sondern als Vorsitzender der Wilhelm-Kaisen-Bürgerhilfe.

Und so ist der Sozialdemokrat nun auf einer kleinen Info-Tour durch Bremen, um sich anzuschauen, wohin die Spendengelder fließen. „Sieben Einrichtungen der Wohlfahrtspflege“, so Peter Schulz, ehrenamtlicher Sprecher der Bürgerhilfe, haben Spenden bekommen. Der Besucher Weber informiert sich bei ihnen nicht nur, sondern bringt auch noch etwas mit – eine kleine Metallplakette nämlich, die am Eingang alle Besucher auf das Wirken der Bürgerhilfe aufmerksam machen soll.

Zum Auftakt reiste Weber nach Oberneuland. Gemeinsam mit Arnold Knigge, dem stellvertretenden Vorsitzenden der Bürgerhilfe, guckte er sich das Haus Hohenkamp an der Oberneulander Landstraße 27 an. Die vom Deutschen Roten Kreuz (DRK) betriebene Einrichtung hilft, so Sprecher Schulz, „Menschen in der zweiten Lebenshälfte, die durch eine chronisch psychische Erkrankung und altersbedingte körperliche Beeinträchtigungen den Rahmen einer stationären Wohnform benötigen“. Und weiter: „Tagesstrukturierende Angebote und therapeutische Impulse durch Ergo- und Gartentherapie tragen wesentlich zur Stabilisierung der Bewohner bei.“ Haus Hohenkamp liegt in einem weitläufigen Park. Mit dem Geld der Bürgerhilfe wurde im Garten der Einrichtung eine Boule-Anlage gebaut. Schulz: „Boule ist ganz besonders geeignet, die teilweise stark bewegungseingeschränkten und verlangsamten Bewohner zu aktivieren und zu motivieren.“ Weber: „Eine Finanzierung der Boule-Anlage aus den Pflegesätzen war nicht möglich.“

Ein weiterer Besuch führte den Bürgerhilfe-Vorsitzenden nicht ganz so weit wie nach Oberneuland. Er war nämlich auch in der „Kleiderei im Schnoor“ – so heißt, wie jüngst berichtet, die frühere Kleiderkammer jetzt. Kinderkleidung gibt es in der Caritas-Einrichtung im Rosenak-Haus (Kolpingstraße) mittwochs von 15 bis 16 Uhr, Erwachsenenkleidung montags und donnerstags von 14 bis 16 Uhr. Das Angebot richtet sich an bedürftige Familien und wohnungslose Menschen.

Mit finanzieller Unterstützung der Wilhelm-Kaisen- Bürgerhilfe ist die „Kleiderei“ aus Schwachhausen in den Schnoor gezogen, wo sie viel zentraler liegt als zuvor. Zudem sind mit den Spendengeldern der Ausgabetresen an die neuen Räumlichkeiten angepasst, eine Umkleidekabine gebaut sowie zusätzliche Lagermöglichkeiten für gespendete Kleidung geschaffen worden.

WWW.

bremer-helfen-bremern.de

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