Weber mit „Lust und Leidenschaft“

Wahl am Geburtstag

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Der parteilose Landtagsabgeordnete Bernd Ravens als Alterspräsident.

Von Thomas Kuzaj. Gratulationen: Bremens Parlamentspräsident Christian Weber musste gestern dauernd Glückwünsche entgegennehmen. Hier ein Küsschen, dort eine Umarmung. Schließlich hatte der Sozialdemokrat, Jahrgang 1946, Geburtstag. Und just auf seinen 69. Geburtstag fiel die konstituierende Sitzung der am 10. Mai neu gewählten Bürgerschaft, zu deren Präsident Weber gestern erneut gewählt wurde. Das bedeutete unterm Strich: Gratulationen (mit Blumen) vor der Wahl, Gratulationen (ohne Blumen) nach der Wahl.

Gratulationen: Bremens Parlamentspräsident Christian Weber musste gestern dauernd Glückwünsche entgegennehmen. Hier ein Küsschen, dort eine Umarmung. Schließlich hatte der Sozialdemokrat, Jahrgang 1946, Geburtstag. Und just auf seinen 69. Geburtstag fiel die konstituierende Sitzung der am 10. Mai neu gewählten Bürgerschaft, zu deren Präsident Weber gestern erneut gewählt wurde. Das bedeutete unterm Strich: Gratulationen (mit Blumen) vor der Wahl, Gratulationen (ohne Blumen) nach der Wahl.

Bürgermeister Jens Böhrnsen (SPD) – noch im Amt, denn die neuen Senatsmitglieder wählt die Bürgerschaft ja erst am 15. Juli – gratulierte Weber mit einer innigen Umarmung.

Weber ist seit 1999, seit 16 Jahren also, Bürgerschaftspräsident. „Ich habe nach wie vor Lust und Leidenschaft, dieses Amt auszuüben“, sagte er gestern nach seiner Wiederwahl. „Ich verstehe mich als ersten Repräsentanten unserer Städterepublik und als politischen Präsidenten. Dabei will ich selbstverständlich auf Überparteilichkeit achten und nach bestem Wissen und Gewissen handeln.“

Und Weber blickte auch schon mal in die Zukunft. Dort sah er ein Jubiläum, auf das er sich freut. Weber: „Im kommenden Jahr wird das Haus der Bürgerschaft 50 Jahre alt.“ Geradezu symbolhaft sei der moderne und transparente Bau ein „Beispiel für den Mut zum Neuen“.

Ein Einzelplatz

für Bernd Ravens

Sitzordnung: Bernd Ravens ist seit dem 13. Oktober 1975 Mitglied der Bremischen Bürgerschaft, seit fast 40 Jahren also. Gestern leitete der erfahrene Abgeordnete als Alterspräsident die konstituierende des Parlaments, bis Weber wiedergewählt war.

Bislang war Ravens CDU-Politiker, doch das ist nun vorbei. Nach der Wahl nämlich war er aus der Partei ausgetreten – im Streit, wie zu hören ist. Und im Plenarsaal sitzt er nun auch nicht mehr dort, wo die Abgeordneten seiner früheren Partei sitzen, sondern sogar recht weit von ihnen entfernt – der neuerdings fraktionslose Abgeordnete Ravens sitzt nun neben der Linken.

Die Kunst der

Überleitung

Als Alterspräsident unterlief ihm gestern ein kleiner Versprecher, der für Heiterkeit sorgte. Im Grunde war es gar kein Versprecher, sondern bloß ein missglückter Übergang. Gerade hatte er die Namen der fünf Schriftführer für die – geheime – Wahl des Präsidenten aufgezählt. Dann sagte er: „Und jetzt was Erfreuliches.“ Und leitete damit über zu Webers Geburtstag.

Aktionen: „Kein Platz für Rassismus.“ Das stand auf den schwarzen T-Shirts, in denen die Abgeordneten der Linken gestern einheitlich zur konstituierenden Sitzung der Bürgerschaft erschienen. Gedacht war das als Signal „gegen fremdenfeindliche Politikmodelle“ der Alternative für Deutschland (AfD) und der „Bürger in Wut“, so Linken-Sprecherin Doris Achelwilm.

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