FRAGEN UND ANTWORTEN Das Stadionbad öffnet am 8. Juni

Ab ins Wasser

Noch ist das Stadionbad menschenleer, doch am 8. Juni soll hier der Betrieb losgehen. Im Hintergrund: das Weserstadion. Vorn: das Naturwasserbecken und das normale Becken. Foto: BREMER Bäder

Bremen – Corona zum Trotz kommt der Sport für alle zurück. Auch die Bremer Freibäder öffnen wieder ab 8. beziehungsweise 15. Juni. Die Politik erlaubte dies zum 1. Juni, doch die Umsetzung eines strengen Corona-Konzeptes und auch die Schulung der Mitarbeiter erfordern Zeit. Noch unklar ist, wann die Hallenbäder öffnen. Sicher ist: Der Badebesuch in Bremen sieht in Corona-Zeiten anders aus als sonst. Dazu Fragen und Antworten.

Wann und in welcher Reihenfolge öffnen die Bremer Bäder?

Am Montag, 8. Juni, öffnet das Stadionbad am Weserstadion. Das Freibad Blumenthal sowie die Außenbereiche des Westbades (Walle) und des „Schloßparkbades“ (Sebaldsbrück) stehen ab Montag, 15. Juni, zur Verfügung. Das Horner Bad wird derweil umgebaut. Der Außenbereich des Freizeitbads Vegesack bleibt baulich bedingt geschlossen.

Gibt es feste Kapazitätsgrenzen? Muss man sich vor dem Badevergnügen anmelden?

Geöffnet wird in zwei Zeitzonen, sagt die Gesellschaft Bremer Bäder: ab morgens und ab mittags beziehungsweise nachmittags. Die Besucher haben vier bis fünf Stunden Zeit, um sich im Nass zu tummeln. Die Zeiten werden zusammen mit weiteren wichtigen Infos für Besucher in der nächsten Woche auf der Homepage der Bremer Bäder veröffentlicht. In das Stadionbad zum Beispiel lässt die Gesellschaft pro Zeitzone ungefähr 600 bis 700 Menschen. Tickets müssen vor dem Besuch gekauft werden, und zwar online. Dafür soll es demnächst auf der Homepage der Bremer Bäder eine Weiterleitung zum Ticketshop im Netz geben. Karten wird es auch im Bremer-Bäder-Shop bei Karstadt Sports geben.

Inwieweit sieht der Besuch in Corona-Zeiten anders aus?

Wichtig ist zum Beispiel, dass die Abstandsregelungen eingehalten werden. Die Duschen und Umkleiden bleiben gesperrt. Es empfiehlt sich also, die Badesachen bereits unter der Kleidung zu tragen und so wenig Wertsachen wie möglich mitzunehmen. Die WC-Anlagen dürfen von maximal zwei Personen zur Zeit genutzt werden. Auch die Nutzung der Außenduschen ist unter Einhaltung der Abstandsregeln möglich. Auf dem Gelände besteht Maskenpflicht, allerdings nicht im Becken und auf dem Weg dahin. „Es gibt zahlreiche Sicherheitshinweise und Absperrungen“, sagt eine Sprecherin der Bäder-Gesellschaft. Auf der Homepage sollen demnächst alle Verhaltensregeln nachzulesen sein.

Welche Sicherheitsmaßnahmen sind im Wasser notwendig?

Auch im Wasser muss zu anderen Schwimmern Abstand gehalten werden, das Schwimmen in Bahnen ist konsequent einzuhalten, heißt es. Viren seien über das Badewasser nicht übertragbar, sagen Wissenschaftler.

Wie sieht es mit dem Sonnenbad auf den Wiesen der Freibäder aus?

Unter Beachtung der Abstandsregelungen und sonstigen Vorsichtsmaßnahmen können die Badegäste ein Sonnenbad auf den Wiesen nehmen.

Werden Frei- und Hallenbäder unterschiedlich behandelt?

Ja, da gibt es unterschiedliche Konzepte. Die Maßnahmen für die Freibäder sind in der finalen Abstimmung und Umsetzung, so die Gesellschaft. Die Konzepte für die Hallenbäder werden noch erarbeitet. Erfahrungen aus den Freibädern sollen einfließen, aber das Betriebskonzept sei ein anderes, wie es heißt.

Was muss das Personal für den Betrieb in Corona-Zeiten lernen?

Die Bremer Bäder verweisen auf neue Mund-Nase-Masken für den Fall einer Beatmung. Das Personal wird beispielsweise im Umgang mit diesen Masken geschult, aber auch zu den neuen Gegebenheiten des Schwimmbadbesuchs.

Wer entwirft die Sicherheitsmaßnahmen?

Die kommunale Gesellschaft Bremer Bäder orientiert sich dabei an den Vorgaben und Empfehlungen des Landes und der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen.

Bewegte Geschichte

Das Stadionbad hat eine bewegte Geschichte. Eröffnet wurde es 1925 als „Badeanstalt am Peterswerder“. Das führte zu Protesten der Anwohner, die um ihre Ruhe fürchteten. Die Anlage war damals auf dem modernsten Stand. Hinter dem Bau und Betrieb des Bades stand der Allgemeine Bremer Turn- und Sportverein (ABTS), der sich damit übernahm, weshalb das Bad 1929 vom Verein Weserstadion übernommen wurde. In der Nazizeit nutzte die Partei NSDAP die Anlagen für Aufmärsche. 1951 wurde ein großer Umbau abgeschlossen, die Anlage erweitert. Am 17. Februar 1962 verursachte die Hochwasserkatastrophe einen Schaden in Höhe von 70 000 DM an dem Bad. 2006 wurde das Nichtschwimmerbecken in ein Naturwasserbecken umgewandelt.

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