Wandbilder an den Bunkern Admiralstraße, Halmerweg und Pastorenweg sollen unter Denkmalschutz gestellt werden

„Geschichte vor dem Vergessen retten“

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Das Wandbild „Den Gegnern und Opfern des Faschismus“ am Bunker Admiralstraße stammt von Professor Jürgen Waller. Es soll unter Denkmalschutz gestellt werden.

Bremen - Ein Stück Erinnerungskultur soll erhalten bleiben. „Kunst im öffentlichen Raum hilft dabei, Geschichte vor dem Vergessen zu retten“, sagt Bürgermeister und Kultursenator Jens Böhrnsen (SPD). Und so soll unter anderem das Wandbild am Bunker Admiralstraße unter Denkmalschutz gestellt werden.

Das Landesamt für Denkmalpflege eröffnet jetzt das Unterschutzstellungsverfahren und fertigt ein kulturfachliches Gutachten an. Neben dem Wandbild am Bunker in Findorff ist außerdem geplant, die Wandbilder an den Bunkern Halmerweg und Pastorenweg in Gröpelingen unter Denkmalschutz zu stellen. Die drei Arbeiten gehören zur Kunst im öffentlichen Raum und bewahren das Gedenken an die Schrecken des Nationalsozialismus und des Krieges. „Ich freue mich, dass diese Erinnerungskultur im Stadtteil für die Zukunft erhalten bleibt“, sagt Böhrnsen. Die Geschichtswerkstatt Gröpelingen und der Landesverband Bremen des Bundes der Antifaschistinnen und Antifaschisten (VVN-BdA) haben sich für den Schutz der Mahnmale engagiert.

Jürgen Waller, der frühere Rektor der Bremer Hochschule für Künste, schuf für den Bunker in der Admiralstraße 1984 das Wandbild „Den Gegnern und Opfern des Faschismus“. Am Ende der Admiralstraße befand sich das Konzentrationslager (KZ) Mißler, in dem Widerständler inhaftiert wurden. Das Bild erinnert an die Qualen, denen sie dort ausgesetzt waren. Der Bunker gehört derzeit zur Bundesanstalt für Immobilienaufgaben.

Schon 1978 gestaltete Jürgen Waller mit Studenten den Bunker Pastorenweg in Gröpelingen. Hier steht die Geschichte der Traditionswerft AG „Weser“ im Mittelpunkt. Dargestellt wurden verschiedene historische Kapitel, etwa das Wirken des Arbeiterrates während der Bremer Räterepublik, die Zeit des Nationalsozialismus und der U-Boot-Bau im Zweiten Weltkrieg.

Als Motiv für den Bunker Halmerweg entwarf Hermann Stuzmann 1977 das Bild „Liebe Herta! Nie wieder Krieg haben wir ge...“. Dieser unfertige Satz auf einem Notizblock sollte an die Jahre nach dem Zweiten Weltkrieg erinnern. Er war damals in Briefen, Reden und Gesprächen sehr gegenwärtig.

je

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