19-mal ein enges „enges Rennen“

Prognose: SPD verliert neun Stadtteile

Bremen - Von Jörg Esser. Noch sechs Wochen, dann werden die Bremer um ihre Kreuze gebeten – bei der Europawahl, bei einem Volksentscheid, bei Wahlen zu Stadtteilbeiräten und eben bei der Landtagswahl, der Wahl zur Bremischen Bürgerschaft.

Die Vorwahlzeit ist auch die Zeit der Prognosen. Das Berliner Onlinemagazin „Wahlkreisprognose.de“ hat am Donnerstag eine Stadtteilprognose für die 22 Bremer und acht Bremerhavener Stadtteile veröffentlicht. Das Ergebnis: Die SPD bricht ein und verliert im Vergleich zur Bürgerschaftswahl 2015 neun Stadtteile - vorne ist sie der Prognose zufolge dann noch in zwölf. Die CDU gewinnt die Mehrheiten in sieben hinzu und gewinnt demnach in 14  Stadtteilen. Die Grünen sind in vier statt bisher zwei vorne. Allerdings sagt die Prognose in 19 Stadtteilen ein „enges Rennen“ voraus.

Nun sind die Stadtteile in Bremen keine Wahlkreise, sondern eine rein rechnerische Größe. Die Prognose der Berliner basiert nicht auf telefonischen Umfragen, sondern entsteht nach eigenen Angaben durch ein „komplexes Verfahren“. Berücksichtigt werden gesellschaftliche sowie demoskopische Trends, die Sozialstruktur in den einzelnen Wahlkreisen, die historische Entwicklung von Ergebnissen bei Landtags-, Europa- und Bundestagswahlen im jeweiligen Stadtteil, die historische Entwicklung, die Milieubindung und den Mobilisierungsgrad der Wählerschaft. „Unser Prognosemodell kombiniert alle Faktoren“, heißt es.

Verschiedene Bündnisse in Bremer Stadtteilen vorne

Doch die Prognose enthält pikante Details: So kommen Grüne und Linke in Bremen-Mitte, in der Neustadt, der Östlichen Vorstadt und in Walle laut Prognose auf mehr Zustimmung als alle anderen Zweier-Bündnisse. In Blockland, Borgfeld, Horn-Lehe und Schwachhausen trifft das auf Schwarz-Grün zu. Oberneuland weist eine schwarz-gelbe Mehrheit von rund 55 Prozent auf. Rot-Grün schafft es nur in Findorff auf eine relative Mehrheit – allerdings liegen hier die Grünen vor der SPD. In den Bremerhavener Stadtteilen werden rot-schwarze Mehrheiten gemessen.

Das Portal „Wahlkreisprognose.de“ hat sich nach eigenen Angaben auf Wahlkreisprognosen spezialisiert und verweist auf seiner Internetseite auf diverse „Volltreffer“.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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