Wahlkampf mit Maike Schaefer

„Ihr Bremer seid krass“: Volles Haus bei Grünen-Chef Robert Habeck

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Robert Habeck steht im „Bel Etage“ inmitten der interessierten politischen Zuhörerschaft.

Der Wahlkampf in Bremen ist im vollen Gange: Am Mittwoch besuchte Grünen-Chef Robert Habeck die Hansestadt. Das große Interesse an der Politik seiner Partei bewertete er als „echten Vertrauenszuschuss.“

Bremen – Es ist kurz vor 19 Uhr. Unweit der Brill-Kreuzung ist eine kleine Gruppe in ein munteres Gespräch vertieft. Mittendrin: Robert Habeck, der Chef-Grüne, Sympathieträger der Bundespartei. Und Maike Schaefer, die Spitzenkandidatin der Bremer Grünen für die Bürgerschaftswahl.

Dann zieht die Gruppe das Tempo an. Drei Etagen geht es hoch. Dann ist das „Bel Etage“ erreicht. Hermann Kuhn, einer aus dem Führungs-Duo der Bremer Grünen, sagt: „Die Sitzplätze sind alle weg.“ Die Wahlkampfveranstaltung ist sozusagen „ausverkauft“. Mehr geht nicht.

„Wir haben noch freie Plätze. Vier Stück“

Das Prozedere beginnt. Habeck geht durch die Menge. Es gibt Applaus. Plötzlich gibt es noch ein kurzes Stühlerücken. „Wir haben noch freie Plätze. Vier Stück.“ Die sind schnell vergeben. Und los geht’s. Habeck badet in der Menge, geht auf und ab. Und richtet nette Worte an die große Zuhörerschaft: „Ihr Interesse ist ein echter Vertrauenszuschuss.“

Es folgt ein zwölfminütiger Parforceritt durchs aktuelle politische Geschehen – im Bund und in Europa. Es ist ja auch Europawahlkampf. Viel habe sich verändert in den anderthalb Jahren, seit er gemeinsam mit Annalena Baerbock an der Spitze der Bundes-Grünen stehe. „Die Zivilgesellschaft hat Zivilcourage gezeigt“, sagt der 49-jährige Lübecker. Und die Gesellschaft stehe vor „dramatischen Herausforderungen“. Es gelte, die Wohlstands- in eine emissionsfreie Gesellschaft zu überführen. Klimaschutz, Erderwärmung – das seien Fragen, die „unsere politische Generation beantworten muss“. Und Europa? Habeck will Europa weiterentwickeln. „Europa bedeutet, politisch handlungsfähig zu sein.“

Robert Habeck und Maike Schaefer machen Wahlkampf in Bremen

Robert Habeck und Maike Schaefer machen Wahlkampf in Bremen

Um Europa geht es auch in der Fragerunde. Und um eine Herabsetzung des Wahlalters. Aus dem Publikum wird ein „Wahlrecht von Geburt an“ angeregt, das zunächst die Eltern mit einer Extrastimme ausüben sollten. Das geht Schaefer zu weit. Sie verweist aufs grüne Wahlprogramm: „Wir fordern die Herabsetzung des Wahlalters auf 14 Jahre.“ Habeck schluckt: „Ihr Bremer seid krass. Wir sind für die Europawahlen erst bei 16.“ Es geht um Klimaschutz, um „Fridays for Future“, um die neue Parteienwelt und die Farbenlehre, um den Klimanotstand, den die ersten Ziele wie Konstanz und Kiel ausgerufen haben.

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Schaefer würde dem Beispiel gerne folgen, um den Druck auf die Politik zu erhöhen. Dann switcht sie auf Wahlkampf um: „Ein starkes Ergebnis für die Grünen ist ein starkes Ergebnis für den Klimaschutz.“ 

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