USA bleiben stärkstes Partnerland der Bremischen Häfen

Wachsender Wirtschaftszweig

Mehr als 5,4 Millionen Container wurden 2018 in Bremerhaven umgeschlagen. Stärkstes Partnerland der Bremischen Häfen bleiben die USA. Foto: BREMENPORTS

Bremen - Von Jörg Esser. „Die Bremischen Häfen sind und bleiben ein bedeutender und auch wachsender Wirtschaftszweig unserer Landes.“ Mit diesen Worten kommentiert Staatsrat Jörg Schulz den „Hafenspiegel 2018“, den das Wirtschafts- und Häfenressort am Dienstag präsentierte. Die Publikation enthält unter anderem umfangreiches Statistikmaterial und detaillierte Umschlagszahlen.

Demnach haben im vergangenen Jahr 2018 insgesamt 7 517 Schiffe die Zwillingshäfen Bremen und Bremerhaven angelaufen, davon 2 950 Containerschiffe, 1575  Stückgutfrachter und 1437 Autotransporter. 58 Prozent der Frachtmenge – 245,7  Millionen Bruttoregistertonnen gegenüber 250,9 im Vorjahr – wurden auf Containerschiffen importiert und exportiert.

Weiter geht’s durch die Zahlenkolonnen: 5,448  Millionen Container sind 2018 über die Kajen der Bremischen Häfen gegangen, davon 5,441 Millionen in Bremerhaven. 2017 lag der Umschlag bei 5,509 Millionen Containern. Für 1,218 Millionen Container, also mehr als jeden fünften, wurde als Ziel oder Herkunftsland die USA angegeben. „Die USA bleiben damit stärkstes Partnerland der Bremischen Häfen“, heißt es. Zurückgegangen ist demgegenüber der Containerumschlag mit China – von 720 000 auf 606 000 Standardcontainer (TEU). Mit deutlichem Abstand folgen Russland, Mexiko, Indonesien sowie Polen, Schweden, Norwegen, Finnland und Südkorea in den Top Ten.

Beim Automobilumschlag dominiert nach wie vor der Export: 1 532 535 Fahrzeuge aus Deutschland wurden über Bremerhaven exportierten, 676 620 importiert. Vor einem Jahr waren es mehr als 1,628 Millionen verschiffte und rund 675 000 eingeführte Autos.

Besonders positive Zahlen lieferte 2018 weiteren Angaben zufolge das Kreuzfahrtgeschäft. Die Zahl der Passagiere stieg auf ein neues Allzeithoch von 238 213 Personen, rund 73 000 mehr als 2017. Auch die Zahl der Kreuzfahrtschiffe, die in Bremerhaven anlegten, ist stark gestiegen. 109 Schiffe steuerten das Kreuzfahrtterminal an der Columbuskaje an. „Der Boom in der Kreuzfahrt zeigt, welches Entwicklungspotenzial dieser Bereich für Bremerhaven bietet“, sagt Robert Howe, Geschäftsfüher der Hafenmanagementgesellschaft Bremenports. „Es wird eine wesentliche Aufgabe sein, das Kreuzfahrtterminal mit einem modernen Erweiterungsbau fit für die Zukunft zu machen.“

Und noch etwas: Von den in Bremerhaven angelandeten Containern verlässt mehr als die Hälfte (2,864 Millionen) die Seestadt über den Seeweg („Transshipment“), 2,577 Millionen über den Landweg. Im Hinterlandverkehr wiederum hat die Straße die Nase vorn – mit 1,3  Millionen Containern (50,5 Prozent). Auf der Schiene verließen gut 1,2 Millionen TEU (46,4 Prozent) Bremerhaven. Es bleiben rund 80 000 Container, die per Binnenschiff über Binnenwasserstraßen weitertransportiert wurden.

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