Hologate und Exit VR

Virtuelle Welten am Weserpark: VR Center vereint Spiele und Loft-Atmosphäre

Per 3D-Brille tauchen die Spieler in virtuelle Welten ein - das visuelle Erlebnis wird durch Lautsprecher und Sprachverbindungen zu den Teammitgliedern erweitert.

Gaming-Nerds auf der Suche nach neuen Herausforderungen und alle anderen, die erleben wollen, was mit guter Virtual-Reality-Technik mittlerweile machbar ist, können sich freuen: Am 3. Mai eröffnet das VR Center Bremen.

Nach einer Zwangspause durch ein Feuer im Kristallpalast Bremen ist das VR Center seit dem 7. November wieder geöffnet. Im Gebäude am Weserpark, in dem sich unter anderem auch das Cinestar-Kino befindet, vereint das Lokal virtuelle Realitäten, Loft-Atmosphäre und Brettspiele.

Anders als bei anderen Spiele-Centern - von Lasertag bis Escape Room - ist der Begriff Lokal für das Angebot an der Hans-Bredow-Straße durchaus angebracht. Neben unterschiedlichen digitalen Spielen hat das Bremer VR-Team ein Gesamtpaket zusammengestellt, das sich nicht auf virtuelle Realitäten und Hightech-Brillen beschränkt. An mehreren Tischen können die Besucher Getränke und kleine Snacks ordern oder miteinander bereitliegende Brettspiele spielen. In Kürze sollen nach und nach auch eine Dartscheibe, ein Billardtisch und Spielekonsolen hinzu kommen. Und auch wer nur eine Runde in die virtuelle Realität abtaucht, kann sich anschließend an den Tischen ohne Zeitlimit beschäftigen.

Escape-Room-Area für bis zu vier Spieler

Das Herz des VR-Centers ist aber digital - und mitunter auch vierdimensional: Während in einer Arcade-Arena mehrere actiongeladene Spiele für bis zu vier Personen bereitstehen, gibt es zudem eine Escape-Room-Area, in der vier (in Kürze auch acht) Spieler gemeinsam ein Knobelspiel lösen müssen. Das beliebte Escape-Room-Konzept wird dort auf eine neue und laut den Betreibern - durch Windeffekte - auch auf eine vierdimensionale Ebene gehoben. Gespielt wird in der Welt der künstlichen Intelligenz „Huxley“, die unter anderem auch in Berlin verfügbar ist.

Bis zu vier Spieler können im VR Center Bremen mehrere teils schweißtreibende Arcade- und Exit-Games bestreiten.

VR Center mit neuem Konzept für Kristallpalast

Auf der Suche nach einem neuen Konzept für die Räume der ehemaligen Capitol-Diskothek im Erdgeschoss des Bremer Kristallpalasts ist Geschäftsführer Sebastian Waack letztendlich in den USA fündig geworden. Auf einer Freizeit-Messe stieß der 36-Jährige auf ein Münchner Autobauer-Team, das sich auf virtuelle Realitäten spezialisiert hat und seine neben dem Job entwickelten Spiele nun an ausgewählte Lizenznehmer vergibt. 

„Wir haben nach etwas gesucht, das es so in dieser Region noch nicht gibt“, erzählt Waack. „Egal, ob jemand bereits VR-Erfahrungen gesammelt hat oder ganz neu mit der virtuellen Realität zu tun hat - bei uns erlebt er etwas so noch nicht Dagewesenes.“ Auch bei Steam oder im HTC-Shop sind die in Bremen angebotenen Spiele nicht zu finden.

Auf Basis der 3D-Brillen HTC Vive und Vive Pro, der Unreal-Grafik-Engine und der Kommunikationstechnik von Teamspeak gebe es laut Waack im VR Center weder ruckelnde Grafik noch die ansonsten bei vielen Menschen einsetzende Übelkeit. „Wer sich selbst bewegt, hat auch keine derartigen Probleme mit unserer Technik“, erklärt der Geschäftsführer.

Im Vorab-Test beim Pressetermin behält er Recht - die Geräte funktionieren mit kurzer Feinabstimmung ohne Probleme, die Erlebnisse lassen sich so am eigenen PC nur schwer herstellen: Sie treiben den Schweiß, nicht die Übelkeit. Den Vergleich zu mobilen VR-Lösungen am eigenen Smartphone gewinnt das VR-Angebot am Weserpark um Längen.

Sebastian Wünsche, Philipp Göttsche, Sebastian Waack und Martin Pister (v.l.) freuen sich auf die Eröffnung am 3. Mai.

Hologate und Exit VR liefern virtuelle Realität

Damit die Technik in Bremen immer reibungslos arbeitet und jeder Spielefan in den Genuss des VR-Angebots kommen kann, arbeiten Sebastian Waack und Betriebsleiter Phlipp Göttsche eng mit den Teams hinter den Games zusammen: Hologate aus München und Exit VR aus Berlin seien engagierte Firmen, denen viel daran liegt, die VR-Technik auf stabile Säulen zu stellen - 24 Stunden-Notdienst und Übernacht-Servicewartungen inklusive. Nach außen geben sich Waack und sein Team aufgeschlossen: „Wir wollen von anderen Anbietern lernen und geben auch unsere Erfahrungen gerne weiter.“

Neben der Hologate-Arena gibt es eine Bar. In der Mitte der Spielfläche liegen die VR-Controller bereit.

Auch die Besucher werden bei ihren Reisen durch die virtuelle Realität nicht alleingelassen. Mitarbeiter des VR Centers erklären die Regeln und begleiten Neulinge, versorgen Durstige mit Getränken und nehmen am Eingang Buchungen entgegen. Sebastian Waack hofft, auf diese Weise Synergien mit Kino, Bowling-Bahn und Weserpark eingehen zu können. „Wir laden die Leute ein, rauszugehen anstatt zu Hause am PC zu sitzen und wir freuen uns über alle, die neu mit diesem Hobby in Kontakt kommen.“

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Ob das Konzept aufgeht, muss sich nun zeigen. Keine Erfahrung hat das Team bislang, ob am Ende zu viele Menschen auf den Sitzen im Lounge-Bereich sitzen wollen oder wie das Zusammenspiel aller Elemente funktioniert. „Da sind wir aufgeschlossen und werden sehen, welche Erkenntnisse wir sammeln“, sagt der Geschäftsführer. Über eine Clubmitgliedschaft werde es möglich sein, auch ohne VR-Termin in der Bar zu verweilen. Spezielle Angebote für Mitglieder sollen solch ein noch im Detail auszuarbeitendes Angebot abrunden.

Bei „Huxley“ und demnächst auch bei „Huxlex 2“ können Knobelfreunde gemeinsam in Bremen einen VR-Escape-Room bestreiten und dabei ganz nebenbei die Welt retten. 

Preise, Zeiten und Spiele im VR Center:

Die Preise im VR Center Bremen sind jeweils auf ein Spiel zu viert ausgelegt, in Kürze soll auch ein Escape Room für acht Personen hinzukommen. Die Kosten für einzelne Spieler bewegen sich bei einer vollbesetzten Spielfläche zwischen 7 Euro für fünfminütige Arcade-Abenteuer (nur vor Ort buchbar) und 30 Euro für ein rund einstündiges Escape-VR-Erlebnis. Alle Preise und die Möglichkeit zur Buchung der Arcade-Arena und der Escape Rooms gibt es auf der Center-Homepage.

Von außen - etwas versteckt hinter der Rolltreppe zum Cinestar - ist das VR Center eher unscheinbar - im Inneren dafür überraschend stilvoll.

Geöffnet ist das VR Center mittwochs und donnerstags von 16 bis 22 Uhr, freitags und samstags von 14 bis 2 Uhr und sonntags von 14 bis 22 Uhr. Generell gilt, dass Spieler, die die jeweils spätesten Termine buchen, nicht direkt im Anschluss das VR Center verlassen müssen - es gilt dann eine flexible „Open End“-Regelung

Vier Spiele liefern schnelle Action in der Hologate-Arena (von links oben im Uhrzeigersinn): Zombyte (ab 16 Jahren), Samurai (in zwei Spielmodi), Cold Clash und Groove Guardians.

Mehrere Spiele sind zum Start des VR Centers verfügbar. In Bremen gibt es Anfang Mai vier Arcade-Spiele und einen Escape Room - weitere sind aber schon angekündigt und werden derzeit in München entwickelt. Die für Spieler ab 12 oder 16 Jahren geeigneten Spiele von Hologate gibt es rund um Bremen demnächst auch in Hamburg, die Exit-VR-Abenteuer bereits jetzt beispielsweise in Hannover.

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