Plenum der Handelskammer lehnt den Rückbau wichtiger Zufahrtswege ab

Vorrang für die Wirtschaft

Einen weiteren Ausbau von Tempo-30-Zonen im „für die Wirtschaft relevanten Hauptstraßennetz“ lehnt die Handelskammer ab. Unser Bild stammt von der Bismarckstraße. ·
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Einen weiteren Ausbau von Tempo-30-Zonen im „für die Wirtschaft relevanten Hauptstraßennetz“ lehnt die Handelskammer ab. Unser Bild stammt von der Bismarckstraße. ·

Bremen - Das Plenum der Handelskammer Bremen mahnt in der aktuellen Erarbeitung des Verkehrsentwicklungsplans (VEP), dass Projekte zur Verbesserung des Wirtschaftsverkehrs sowie wirtschaftliche Auswirkungen verkehrlicher Maßnahmen oder Beschränkungen stärker berücksichtigt werden müssen. Eine entsprechende Resolution hat das Kammergremium am Montagabend einstimmig verabschiedet.

Vom erkennbaren Willen, mit dem VEP auch ebenjene für die Stadt wichtigen Wirtschaftsverkehre zu verbessern, wollen die im Plenum zusammenarbeitenden Unternehmer auch ihre Zustimmung zum VEP abhängig machen.

Die ersten Weichen seien gestellt, heißt es. So weist das Plenum daraufhin, dass es gelungen sei, die Stärkung des Wirtschaftsstandortes Bremen als eines der Ziele im Verkehrsentwicklungsplan zu verankern und dass wesentliche wirtschaftsbezogene Maßnahmen bereits im Basisszenario enthalten seien. Auch für viele Gewerbegebiete seien konkrete Verbesserungen vorgesehen.

Die Kammer hat auch diverse Kritikpunkte. Die Kaufleute und Unternehmen bemängeln, dass Fahrradverkehr und Öffentlicher Personennahverkehr (ÖPNV) zu sehr bevorzugt werden. Das Zielfeld „Den Wirtschaftsstandort Bremen durch Optimieren der Wirtschaftsverkehre stärken“ und das Unterziel „Förderung der Erreichbarkeit der Innenstadt des Oberzentrums Bremen für alle Verkehrsarten“ seien bislang noch nicht ausreichend berücksichtigt wurden. Unabdingbar für eine Zustimmung der Handelskammer seien die vollständige Realisierung der Stadtautobahn A 281 einschließlich der Anbindung in Richtung Delmenhorst (B 212 neu). „Ohne die Fertigstellung dieses Projektes ist der Verkehrsentwicklungsplan Makulatur“, heißt es.

Auch die Sicherstellung und der Ausbau der Erreichbarkeit von Gewerbegebieten müsse berücksichtigt werden. Dazu zählt für die Kammer „eine zusätzliche Anbindung des wachsenden Gewerbegebietes Hansalinie“ am Bremer Kreuz.

Schließlich müsse die Erreichbarkeit der Bremer Innenstadt gewährleistet sein. Einen Rückbau von „wichtigen Zufahrtswegen“ wie der Friedrich-Ebert-Straße und der Bürgermeister-Smidt-Straße lehnt das Plenum ab. Einen weiteren Ausbau von Tempo-30-Zonen im „für die Wirtschaft relevanten Hauptstraßennetz“ wird ebenso eine Abfuhr erteilt.

Die just von Bausenator Joachim Lohse (Grüne) wieder ins Spiel gebrachte Umgestaltung der Martinistraße lehnt die Kammer derzeit ab. Die angedachten Maßnahmen sollen in der Reihenfolge ihrer Bedeutung umgesetzt werden, heißt es. Und der Verengung der Martinistraße auf zwei Spuren misst das Kammerplenum eben keine vorrangige Bedeutung zu. · je

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