Weihnachten in Bremen

Vorfreude und Tatendrang bei Weihnachtsmarkt und „Schlachte-Zauber“

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Sobald es dunkel wird, entführt der Bremer Weihnachtsmarkt zwischen Dom und Rathaus Besucher in ein wahres Lichtermeer. Mehr als 175 Stände aller Art, so die Veranstalter, locken bis einen Tag vor Heiligabend zum Adventsbummel in die Innenstadt.

Bremen - Glockenspiel, Glühweinduft und großer Ansturm: Der Bremer Weihnachtsmarkt und der „Schlachte-Zauber“ haben seit Montag geöffnet – und wie in den vergangenen Jahren erwarten die Organisatoren bis zu drei Millionen Besucher in Innenstadt und am Weserufer.

Die ersten Karussells drehen ihre Runden, das historische Riesenrad auf dem Bremer Marktplatz lädt zum Panoramablick ein. Flankiert von Lakritz-Bude, Würstchenstand und Kerzenverkäufern schlendern bereits kurz nach der offiziellen Eröffnung mehrere tausend Besucher durch die weihnachtlich beleuchteten Gänge. Im Hintergrund laufen adventliche Evergreens á la „Jingle Bells“ und „Last Christmas“ und bringen Einheimische wie Touristen in entsprechende Stimmung. Während auf dem Marktplatz – zwischen Haus der Bürgerschaft, Roland und Rathaus – große Tannen samt Deko für viele ein passendes Fotomotiv darstellen, sind es am Weserufer eher die Freibeuter mit ihren historischen Gewändern, die das Publikum anziehen.

Wie es in diesem Jahr laufe, entscheide „wie immer“ auch ein Stück weit das Wetter, ist dort zu hören. Die Rechnung sei einfach: „Gutes Wetter heißt viele Menschen. Und viele Menschen heißt mehr Umsatz“, so die Hoffnung für die kommenden Wochen. Doch auch ohne Sonnenschein und die ein oder andere Schneeflocke „machen wir uns das hier schön und hoffen auf das Beste“, fügt ein Freibeuter hinzu. Ähnlich die Lage auf dem Weihnachtsmarkt mit seinen 175 Ständen, darunter vier Karussells, 22 Süßwarengeschäfte, 15 Ausschankbetriebe, 45 Imbisse und 77 weitere Stände mit Weihnachtsartikeln: „Wir sind voller Vorfreude“, heißt es von einer Mitarbeiterin an einem Glühweinstand. Ihre Kollegin meint: „Solange es nicht durchregnet, sind wir schon froh.“ Schließlich, so ihre Gleichung, sei ja keine Freimarktszeit. „Da gehört Regen ja irgendwie dazu.“

Erdbeere, Apfel, Honig: Der „Schlachte-Zauber“ bietet weintechnisch für jeden Geschmack etwas.

Zum mittlerweile 16. Mal wird das Weserufer in blaues Licht getaucht, Fruchtweine locken zur Verkostung, Elchbratwürste und Käsespätzle ebenso. Rund 100 Stände stehen dann eng an eng – darunter etwa 40 im „Freibeuterdorf“. Am Abend läutet dann ein Feuerwerk die kommenden Wochen ein.

Weihnachtsmarkt und Schlachte-Zauber - die Eröffnung

 © Steffen Koller
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Das „eigentliche Hauptgeschäft“ beginne, so die Betreiberin eines Mützen- und Schalstandes, meist erst etwa zwei Wochen vor Heiligabend. „Die Menschen sind Spontankäufer.“ Doch auch jetzt sei es „unglaublich wichtig“, sich bei den Besuchern ins Gedächtnis zu bringen. Bedeutet: „Die Ware sollte schön drapiert werden. Das Licht muss stimmen. Und einen netten Spruch gibt es obendrauf.“ So binde man Kunden – „auch fürs kommende Jahr“, heißt es.

Bis dahin werden aber noch vier Wochen ins Land gehen – offiziell letzter Tag ist dann am 23. Dezember. „Wir sind voller Tatendrang und Vorfreude“, sagen die sächsischen Betreiber eines kleinen Standes auf dem Weihnachtsmarkt. Zwar sei es manchmal auch anstrengend und mühsam, gerade bei Minusgraden, doch davon sind laut Prognose kaum welche in Sicht.

Öffnungszeiten

Der Weihnachtsmarkt ist montags bis donnerstags von 10 bis 20.30 Uhr geöffnet. Freitags und sonnabends bleiben die Stände von 10 bis 21 Uhr geöffnet, sonntags von 11 bis 20.30 Uhr. Der „Schlachte-Zauber“ öffnet von Montag bis Donnerstag und am Sonntag von 11 bis 20.30 Uhr. Am Freitag und Sonnabend bleiben die Buden bis 21 Uhr offen. Zusätzlich lockt der Weihnachtsmarkt in der Lloyd-Passage. Dieser hat Montag bis Donnerstag von 10 bis 20.30 Uhr geöffnet, freitags und sonnabends von 10 bis 22 Uhr und sonntags von 12 bis 19 Uhr.

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