„Breminale“ mit Konzerten und Lichtinstallationen / Sicherheitskonzept überarbeitet

Vorfreude aufs Festival

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Klassische Musik trifft Techno bei „The Oh!chestra“ am Sonntag im „Flut“-Zelt auf der „Breminale“.

Bremen - Von Viviane Reineking. Vorfreude aufs Festival am Osterdeich: Von Mittwoch bis Sonntag, 5. bis 9. Juli, verwandeln mehr als 100 Künstler und Bands das rund einen Kilometer lange Gelände an der Weser sowie in den Wallanlagen in eine riesige Bühne. Es ist wieder „Breminale“-Zeit – und das bereits zum 30. Mal. Auf Besucher wartet ein „kunterbunter Kulturtrubel“ auf fünf großen Bühnen und unterschiedlichen „Wiesen“.

Es ist laut am Donnerstagmorgen am Osterdeich. Nein, begonnen hat das Festival zwar noch nicht. Die Vorbereitungen schon: Löcher werden gebohrt, Masten für die rund einen Kilometer lange Lichterkette werden aufgestellt. Insgesamt 1000 LED-Lampen werden das Gelände illuminieren.

Mittendrin stellt das Organisationsteam um Susanne von Essen und Max Maurer Pressevertretern das Programm aus Musik, Kunst, Literatur und Theater vor. An dieser Stelle nur ein kleiner Auszug: In Höhe des Altenwalls etwa bauen die kreativen Köpfe der „Dreimeterbretter“ einmal mehr aus „Aufgelesenem und Angeschwemmtem“ ihre eigene Bühne für eine Mischung aus Musik, Tanztheater und improvisierter Kunst auf. Auf der „Wohnlichen Wiese“ gleich nebenan eröffnet der gebürtige Bremer Rapper und „Breminale“-Dauerbrenner Flowin Immo am Mittwoch um 18 Uhr den Abend. Am Freitag gastieren hier um 19 Uhr „Paloma & The Matches“ mit ihrer Mischung aus Psychedelic Rock, Folk und Pop.

Rockmusik für Kinder gibt's von den „Blindfischen“.

Weithin sichtbar auch dieses Mal die markanten Zirkuszelte. „Poplastig ist das Programm im ,Deichgraf‘“, so von Essen. Pop, Rock und Indie gibt es am Sonnabend um 19.30 Uhr etwa von Lotte, am Sonntag ist Pohlmann zu Gast (16.30 Uhr). Mit einem Hip-Hop-Programm wartet der „Tanzboden“ auf, im „Baronesse“-Zelt „wird es an manchen Tagen echt rockig“, so die Organisatorin. Rock’n’Roll bringen am Freitagabend etwa „Zöller & Konsorten“ (21 Uhr) sowie „Larry and the Handjive“ (23.30 Uhr) auf die Bühne. Am Sonnabend wird es beim Auftritt der Argentinier von „Capsula“ wild: „Post Punk, Kraut, Garage, süßer Pop und schwere Riffs verbinden sich zum schimmernd-rockigen Capsula-Sound“, heißt es.

Singer-Songwriter im „Jurte“-Zelt

Singer-Songwriter-Sounds sind auf der Bühne des „Jurte“-Zeltes zu hören. Und im „Flut“-Zelt spielen zum Abschluss am Sonntag „The Oh!chestra“ (19.30 Uhr): „Hier trifft klassische Musik auf Techno“, so von Essen. Auf dem gesamten Gelände finden Veranstaltungen der „Kinder-Breminale“ statt. „Die Blindfische“ spielen Rockmusik für junge Besucher und Familien und geben noch eine Portion Comedy dazu (Wohnliche Wiese, Sonnabend, 15 Uhr). Und auf der Bühne bei der „Kinderwiese“ beginnt alle 30 Minuten eine Lesung für Kinder ab drei Jahren. Außerdem wird geklettert, gemalt und musiziert. Bei der „Himmlischen Wiese“ können sich Besucher auf einer speziellen Bahn mit Rollschuhen im „Rookie Roller Dancing“ probieren. Mit Hilfe eines „Hydroschildes“ auf der anderen Weserseite sorgen vom „Breminale“-Gelände gut sichtbare Lichtinstallationen in den Abendstunden für die etwas anderen künstlerischen Höhepunkte.

Die Organisatoren Susanne von Essen und Max Maurer vor dem blauen „Breminale“-Bus. In rund neunmonatiger Planungszeit hat das insgesamt achtköpfige Team ein vielseitiges Programm mit mehr als 100 Künstlern und Bands zusammengestellt. 

Wer die Veranstaltung unterstützen möchte, kann dies mit dem Kauf eines Festivalbändchens tun. Diese und weitere Andenken gibt es am blauen „Breminale“-Bus neben dem „Deichgraf“ zu kaufen.

Regionale Speisen aus ökologischer Landwirtschaft gibt es in diesem Jahr an der neu konzipierten „Bio-Promenade“. Und am Sonntag lädt das „Deichbankett“ mit rund 300 Personen einmal mehr zu gemeinschaftlichem Genuss auf den Osterdeich. Die Beatles-Tribute-Band „The Fairies“ gibt um 13 Uhr auf dem Dach der Kunsthalle ein Konzert für 40 Zuhörer. Tickets dafür werden am Sonnabend um 15 Uhr am „Breminale“-Bus verteilt, so Max Maurer.

Sicher sollen sich die „Breminale“-Besucher auch in diesem Jahr fühlen können: Das Sicherheitskonzept sei überarbeitet und verbessert worden, so Maurer. „Wir haben deutlich mehr Leute vor Ort, die wachsam sind.“ Festivalbesucher könnten sich zudem bei Bedarf an jeden der insgesamt 15 Bierstände wenden. Von dort könnten die Mitarbeiter über Funk Hilfe anfordern, so Maurer.

Das gesamte Programm samt Bands gibt es übrigens auch in der aktuellen Version der „Breminale“-App, eine allgemeine Übersicht gibt es hier.

www.breminale.de

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