In Höhe der Lesumbrücke

Vollsperrung der A27 am Donnerstag – CDU fordert Behelfsbrücke

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Die Lesumbrücke wird am Donnerstag komplett gesperrt.

Bremen - Die A27 wird in Fahrtrichtung Bremerhaven in Höhe der Lesumbrücke am Donnerstag, 14. Februar, voll gesperrt. Dann werden Schäden an Entwässerungseinrichtungen auf der Brücke behoben, wie das Amt für Straßen und Verkehr (ASV) jetzt mitteilte.

Aufgrund von Defekten im Rinnenbereich musste bereits am Montagmorgen kurzfristig eine Fahrbahn gesperrt werden, so dass derzeit nur eine Spur in Richtung Bremerhaven befahrbar ist. Die schadhaften Bauteile sollen nun am Donnerstag instandgesetzt werden.

Für die Arbeiten in einem Zeitfenster zwischen 9 und 16 Uhr ist laut ASV eine Vollsperrung der Fahrbahn erforderlich. Danach werde wieder eine Fahrspur freigegeben, heißt es beim ASV weiter. Nach dem Auskühlen des Asphalts werde am Freitag gegen Mittag auch die zweite Spur wieder befahrbar sein. 

vr

Täglich Stau auf der A27

Update, 14. Februar:

Angesichts der tagtäglichen Staus auf der A27 fordert die CDU den Senat auf, sich beim Bund für eine Behelfsbrücke einzusetzen. „Wir sehen an der jetzigen Sperrung, dass es immer wieder zu zusätzlichen Behinderungen kommen kann und wir nicht auf eine kurzfristige Ertüchtigung der Lesumbrücke hoffen können“, sagte CDU-Spitzenkandidat Carsten Meyer-Heder. Auch bisherige Gutachten gingen davon aus, dass ein Ersatzneubau unvermeidbar sei. Es sei jedoch keine Lösung, die vielen tausend Pendler, Unternehmen und Wirtschaftsverkehre „auf irgendwann in zehn Jahren zu vertrösten“, sagte Meyer-Heder. 

SPD reagiert „verschnupft“

Behelfsbrücken, teilweise eine Leihgabe des Bundes, kämen auch andernorts zum Einsatz. Beispiele zeigen, dass eine Behelfsbrücke in weniger als anderthalb Jahren geplant und errichtet werden könne. Bis zur Fertigstellung einer neuen Lesumbrücke könne sie die Lage zumindest etwas entspannen. „Abwarten ist nicht die richtige Losung“, sagte Meyer-Heder und forderte die rot-grüne Regierung zum Handeln auf. "Der Senat muss im Sinne der Pendler und Unternehmen alles ausloten, was möglich ist, und zügig Entlastungsmaßnahmen umsetzen.“ 

Die SPD-Fraktion reagierte - ein wenig „verschnupft“ - auf den CDU-Vorstoß. „Wir brauchen nicht den CDU-Spitzenkandidaten, um auf die Idee einer Behelfsbrücke zu kommen“, sagte die verkehrspolitische Sprecherin Heike Sprehe. Eine Behelfsbrücke, wie sie zum Beispiel der Katastrophenschutz einsetze, sei eine Möglichkeit, die schon seit längerem diskutiert werde. Auch der Einsatz einer Ersatzbrücke werde zeitgleich geprüft. Sprehe: „Noch liegen aber nicht einmal alle Gutachten vor. Eine Ertüchtigung der Lesumbrücke ist also ebenfalls eine Möglichkeit, die noch nicht vom Tisch ist.“ Mit dem Bund sei Bremen längst im Gespräch, sagte sie.

gn

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