FDP-Chef auf dem Marktplatz

Christian Lindner spielt in Bremen die Derbykarte

Christian Lindner in der Menschenmenge bei einem Fernsehteam.
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Erst zu den Fernsehteams, dann auf die Bühne: Christian Lindner war am Dienstag in Bremen.

Wahlkampfendspurt: FDP-Chef Christian Lindner war am Dienstag Gast seiner Bremer Parteifreunde auf dem Marktplatz. Am Donnerstag kommt CDU-Kanzlerkandidat Armin Laschet.

Bremen – Ob die FDP nach der Bundestagswahl so richtig mit anpacken darf, das entscheidet sich am oder womöglich erst Wochen nach dem Wahlabend am 26. September. Arbeit gibt es aus liberaler Sicht genug. „Nie gab es mehr zu tun“, lautet der Slogan auf den Wahlplakaten der Partei, für die es nach den aktuellen Hochrechnungen vielleicht um Platz vier geht.

Den hat die FDP ja bundesweit auch vor vier Jahren belegt – einige Prozente vor Linken und Grünen. Aber Christian Lindner wollte ja nicht an die Macht. Sein Satz „Es ist besser, nicht zu regieren, als falsch zu regieren“ ist zum geflügelten Wort geworden.

Doch zurück in die Zukunft. Oder erstmal in die Gegenwart. Lindner bleibt die Vorzeigefigur der Liberalen. Der unumstrittene Chef seiner Partei. Und er zieht Menschen an – am Dienstag auf dem Bremer Marktplatz vor allem junge Zuhörer. Einige hundert. Offenbar mehr, als er erwartet hat. „So viele Leute, die unsere Ideen hören wollen, das ist eine volle Batterieladung für die nächsten eineinhalb Wochen“, ruft der 42-Jährige in die Menge. Das kommt an.

CL sammelt Punkte

Lindner ist just nach 20 Minuten liberaler Politikinfos von FDP-Landeschef Thore Schäck und dem Bremer Spitzenkandidaten Volker Redder auf die Bühne gestiegen. Der Chef hat die Zeit genutzt – für Fernsehinterviews. Jetzt legt er los und erstmal das dunkle Anzugjackett ab. Wahlkampf sei ja auch eine sportive Angelegenheit.

CL – die Initialen zieren Lindners Internetseite. Erinnert irgendwie an CR 7. Zurück in die Zweite Liga, nach Bremen. CL spielt sofort die Derbykarte. „Ich komme jetzt aus der Stadt, die sich im Schatten Bremens sehr gut entwickelt hat – aus Hamburg“, sagt er. Das gibt beim Publikum einen freundlichen Pluspunkt.

Bayern und der Satz des Pythagoras

Dann kommt er auf die liberalen Lieblingsthemen zu sprechen – Digitalisierung, Wirtschaft, Bildung. Lindner erzählt, was er in den Triellen vermisst hat und erst kürzlich auch in der ARD vorgestellt hatte. Der Bildungsföderalismus ist ihm ein Dorn im Auge. Der sei zu einem riesigen Problem geworden. „Das Bildungssystem braucht etwas mehr gesamtstaatliche Verantwortung“, sagt der gebürtige Wuppertaler. Schließlich gelte der Satz des Pythagoras in Bremen wie in Bayern.

Lindner fordert den Ausbau der digitalen Infrastruktur. Das Rentenystem müsse nachhaltig aufgestellt werden. Und letztlich sei eine „starke Wirtschaft“ das Nonplusultra. „Eine starke Wirtschaft schlägt die Pflöcke ein“ – für die Ökologie, für den Sozialstaat, für ein gutes Bildungs- und Ausbildungssytem und so weiter. Es gibt viel Applaus.

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