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Vogelgrippe-Alarm im Bremerhavener Zoo

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Von: Fabian Raddatz

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Das Schild am Eingang des Zoos am Meer in Bremerhaven
Im Zoo am Meer in Bremerhaven gab es einen Fall von Vogelgrippe. Der Zoo bleibt trotzdem geöffnet. © Mohssen Assanimoghaddam/dpa

Im Zoo am Meer in Bremerhaven ist die Vogelgrippe angekommen. Ein Tier wurde verendet aufgefunden. Es ist unklar, ob noch weitere Tiere infiziert wurden.

Bremerhaven – Vogelgrippe-Alarm im Bremerhavener Zoo am Meer: Ein Basstölpel wurde tot augefunden. Nachdem der Vogel vom Veterinärinstitut Oldenburg untersucht wurde, steht nun fest: Das Tier hatte die Vogelgrippe. Das bestätigte ein Sprecher der Bremer Senatorin für Gesundheit am Montag.

Auch das Friedrich-Löffler-Institut in Riems bestätigte die Infektion. Eine Schließung des Zoos sei derzeit allerdings nicht erforderlich, da Besucher keinen direkten Kontakt zu den Zoovögeln hätten.

Vogelgrippe-Alarm im Bremerhavener Zoo: Unklar, ob weitere Tiere infiziert sind

Ob weitere Vögel infiziert seien, stehe noch nicht fest, sagte Zoodirektorin Heike Kück. Die Ergebnisse der entsprechenden Proben stünden noch aus. Vorsorglich getötet werden müssten aber keine Vögel, da es sich bei den Zootieren um genetisch wertvolles Zuchtmaterial handele.

Alle für die Geflügelpest empfänglichen Vögel wie Kormorane und Hühner befänden sich inzwischen im Stall. Das betroffene Gehege des Basstölpels sei unter amtlicher Aufsicht gereinigt und desinfiziert worden. Zuletzt waren auch die Zoos in Karlsruhe und Heidelberg von der Vogelgrippe betroffen.

Vogelgrippe in Niedersachsen: Immer wieder Ausbrüche – tausende Tiere notgeschlachtet

Immer wieder kommt es in Niedersachsen zu Vogelgrippe-Ausbrüchen. So mussten in Hoya etwa 10.000 Tiere getötet werden. Im Landkreis Oldenburg wurde die Aufstallpflicht ausgerufen. „Die Bedrohung durch das Geflügelpest-Virus steht unmittelbar vor unserer Tür und wir nehmen die derzeitige Situation sehr ernst“, wird Dirk Claussen vom Veterinäramt des Landkreises zitiert.

Erst kürzlich habe es mehrere Fälle der Geflügelpest gegeben. In Niedersachsen konnte bei elf Wildvögeln in sechs Landkreisen das Virus nachgewiesen werden. In den Kreisen Cloppenburg, Nienburg und Aurich ist es zudem zu Ausbrüchen beim Nutzgeflügel gekommen.

Aus diesem Grund werden in den Landkreisen Ammerland, Cuxhaven, Friesland, Leer, Osterholz, Stade, Verden, Wesermarsch, Wittmund und den Städten Emden sowie Wilhelmshaven ebenfalls ab kommendem Mittwoch kreisweite Aufstallungen angeordnet. Im Landkreis Rotenburg gab es hingegen weiterhin keinen Fall von Geflügelpest. (Mit dpa-Material) * kreiszeitung.de ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA.

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