Rundgänge durch „Sanatorium Sehnsucht“

Vogeler als Patient

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Der frühere Landesbank-Chef Dr. Peter Haßkamp (Mitte) als „Chansonnier“. „Les deux Enchanteurs“ begleiten ihn.

Bremen - Von Thomas Kuzaj · Kunst: Diesmal geht es um die Prominenten. Das Krankenhaus-Museum auf dem Areal des Klinikums Bremen-Ost (Züricher Straße) bietet eine weitere Führung durch die Ausstellung „Sanatorium Sehnsucht – Kunst und Krankheit im Zeitalter der Nervosität“ an.

Der thematische Rundgang trägt den Titel „Berühmte Patienten: Heini Holtenbeen und Heinrich Vogeler im St.-Jürgen-Asyl“.

„Die Ausstellung beleuchtet die Krankheitsmetaphern Tuberkulose und Wahnsinn, die zur Jahrhundertwende eine bedeutende Rolle in Kunst und Gesellschaft spielten“, sagte eine Sprecherin. „Einige der Ausstellungsstücke sind im Sanatorium entstanden. Unter anderem sind Bilder von Heinrich Vogeler zu sehen, in denen er den Wahnsinn des Krieges verarbeitet.“

Die Führung mit Maria Hermes beginnt am Sonntag, 5. Februar, um 16 Uhr am Nachmittag. Der Eintritt kostet fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro, hieß es weiter.

Eine weitere Themenführung durch „Sanatorium Sehnsucht“ folgt am Sonntag, 12. Februar, ebenfalls um 16 Uhr. Erneut unter der Leitung von Maria Hermes geht es dann um – so der Titel – „Nervosität als Zeit- und Gesellschaftsdiagnose“. Hermes beleuchtet das Phänomen der Nervosität – und das Phänomen der Beschäftigung mit ihr – anhand von Bildern und Zeichnungen, Plakaten und Fotos der kulturhistorischen Ausstellung, die noch bis zum 18. März zu sehen ist. Der Eintritt beträgt auch am 12. Februar fünf Euro, ermäßigt 2,50 Euro.

· Musik: Dr. Peter Haßkamp, von 1986 bis 2004 Vorstandschef der Bremer Landesbank und heute international als Unternehmensberater beschäftigt, überraschte die Besucher des gemeinsamen Neujahrsempfangs der kaufmännischen Union von 1801 und des Presse-Clubs im Schnoor. Er sprach dort über die Bankenkrise, tat sich aber auch als Chanson-Experte hervor – zur Freude der Besucher (unter ihnen: General a. D. Wolfgang Altenburg und Senator a. D. Josef Hattig, CDU) und auch zur Freude der Musiker Joseph und Pierre („Les deux Enchanteurs“).

„Haßkamps Frankophilie kommt nicht von ungefähr“, sagt Theo Schlüter, Vorsitzender des Bremer Presse-Clubs und Moderator beim Nordwestradio. „Zur Zeit des legendären Bürgermeisters von Marseille, Gaston Defferre, hat der studierte Jurist ein halbes Jahr lang als Referendar beim Rechtsamt der französischen Mittelmeermetropole gearbeitet.“

Eine Aufzeichnung des Empfangs sendet das Nordwestradio am Freitag, 3. Februar, von 15.05 bis 16 Uhr in der Reihe „Nordwestradio unterwegs“.

http://www.kulturambulanz.de

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