Fontänen und Bänke sollen Platz aufwerten

Visionen für den Bremer Domshof

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Der Neptunbrunnen könnte zum Zentrum des Bremer Wochenmarktes auf dem Domshof werden.

Bremen - Von Viviane Reineking. Schöner soll er werden, attraktiver – und damit Besuchern wie Bremern mehr Aufenthaltsqualität bieten. Präsentieren soll sich der Domshof im Herzen der Bremer Innenstadt in Zukunft zudem strukturierter.

Zum neuen Erscheinungsbild könnten laut einer Ideenskizze künftig Wasserspiele, Bänke und mit Licht in Szene gesetzte Fassaden gehören. Den zentralen Platz umzugestalten, ist ein Anliegen von Anrainern, die sich bereits vor mehr als einem Jahr zusammengetan und den Impuls zur Umgestaltung gegeben hatten. In ihrem Auftrag hat ein Büro für Landschaftsplanung aus Süddeutschland konkrete Ideen zur Umgestaltung des Domshofs ausgearbeitet, die nun vorliegen.

Welche dieser Maßnahmen – als Bausteine konzipiert – tatsächlich umsetzbar sind, solle in einem weiteren Schritt erarbeitet werden, sagt Erika Becker, Geschäftsführerin der Brepark. Die Parkhausgesellschaft hat die Federführung des Projektes übernommen. Der Parkraum-Anbieter ist Becker zufolge Besitzer der gläsernen Immobile und hat diese an die Gastro-Kette „Alex“ vermietet.

Geringer Aufwand, maximaler Ertrag

Ziel des Projektes: den Platz mit gestalterischen Veränderungen aufzuwerten und „mit einem möglichst geringen Aufwand ein Maximum an Aufenthaltsqualität zu erreichen“, so die Brepark-Chefin. Ein „herausforderndes Projekt, faszinierend und spannend“, weil der „multifunktionale Platz“ von vielen Akteuren genutzt werde.

Blick vom „Alex“ auf den Domshof: Noch stehen hier Stände des Wochenmarktes. Plänen zufolge könnten zukünftig Wasserfontänen, Sitzgelegenheiten und Illuminationen an den Fassaden den zentralen Platz der Bremer Innenstadt verschönern.

In den Morgen- und Mittagsstunden wird der Domshof vor allem durch den Wochenmarkt geprägt. Die Händler stehen derzeit noch an sechs Tagen in der Woche – mehr oder weniger geordnet – vor dem „Alex“. Montags und dienstags sind es etwa 17, an stärker frequentierten Tagen freitags und sonnabends um die 30, so Großmarkt-Geschäftsführer Uwe Kluge.

Der „Ideenskizze“ des Planungsbüros zufolge könnte sich der Großmarkt in Zukunft um den Neptunbrunnen am Dom zentrieren, wie Becker bestätigt. Dort sollen weitere Bäume gepflanzt werden. „Sie könnten für mehr Atmosphäre sorgen und im Sommer zugleich Schatten spenden“, so Kluge. Derzeit stehen dort ausschließlich Händler, die Speisen und Getränke verkaufen. Sollte der Markt für Händler und Besucher attraktiver werden, könnte er sich Richtung Rathaus und Dom ausdehnen.

Gebäudefassaden werden angeleuchtet

Wasserfontänen sieht der Entwurf für den Bereich vor dem „Alex“ vor, der Platz selbst wird umfasst von Sitzgelegenheiten. Die Gebäudefassaden könnten den Planern zufolge abends mit einem speziellen Lichtkonzept illuminiert werden.

Nicht nur die zahlreichen Nutzer – darunter auch der Weihnachtsmarkt sowie Fahrradfahrer des parallel zum Domshof verlaufenden Radweges – machen die Umgestaltung zur Herausforderung. Neben der verkehrlichen Anbindung, Wasserleitungen und Stromanschlüssen müsse auch der unter dem Domshof liegende Bunker beachtet werden. „Den lassen wir aber außen vor“, so Becker. Mit Fragen zur Erschließung sind eigens technische Planer beauftragt worden. Zu den Kosten machte Becker noch keine Angaben, es solle aber eine Mischung aus privater und öffentlicher Investition sein.

Für Großmarkt-Chef Kluge jedenfalls sind die Vorschläge schon mal „überraschend erfreulich“ und eine Aufwertung für den Bereich und die Stadt, die Überlegungen zum Marktaufbau „sehr gut durchdacht“. Nun seien aus seiner Sicht vor allem die Stromlogistik und die Auswahl eines belastbaren Pflasters wichtig.

Domshof im ständigen Wandel

Bereits in vergangenen Jahr hatte sich einiges getan am Domshof: Nach dem „Manufactum“-Warenhaus im historischen Teil des ehemaligen Bremer-Bank-Gebäudes eröffnete im November im Erweiterungsbau von 1979 die „Markthalle Acht“. Auf der gegenüberliegenden Seite errichtete die Bremer Landesbank ihren Neubau.

Läuft alles gut, könnten sich noch in diesem Jahr die parlamentarischen Gremien mit den Plänen befassen, so Becker, die „Visionen“ in zwei Jahren schon Realität geworden sein.

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