Übersee-Museum richtet mit Unterstützung aus Stuhr Digital-Korallenriff ein

Virtueller Tauchgang

Ran ans Riff, rein ins Riff – mit seinem digitalen Korallenriff ermöglicht das Übersee-Museum jetzt auf seiner Homepage virtuelle Tauchgänge im Roten Meer. Dazu gibt es Informationen über die Bewohner des bedrohten Lebensraums.
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Ran ans Riff, rein ins Riff – mit seinem digitalen Korallenriff ermöglicht das Übersee-Museum jetzt auf seiner Homepage virtuelle Tauchgänge im Roten Meer. Dazu gibt es Informationen über die Bewohner des bedrohten Lebensraums.

Bremen – Mal so richtig abtauchen, das Übersee-Museum macht es jetzt möglich – mit Unterstützung aus Stuhr. Zeitgemäß auf virtuelle Weise, versteht sich: Auf der Homepage des Museums können Besucher nun per Mausklick im Roten Meer vor der Küste Ägyptens auf Tauchgang gehen. Und dabei ein Korallenriff ganz aus der Nähe betrachten.

Was gibt es da unter https://riff.uebersee-museum.de zu sehen? Den leuchtend gelben Masken-Falterfisch zum Beispiel. Die Pfötchenkoralle. Und den tiefblauen Dornenkronenseestern. Und so weiter, und so fort. Vor allem aber gibt es Einblicke in den bedrohten Lebensraum dieser Meeresbewohner – eben in das Korallenriff.

Wer mit der Maus durchs Riff navigiert, soll aber nicht allein staunen, sondern auch etwas erfahren. Schließlich handelt es sich ja um ein Museumsangebot. Auf dem virtuellen Tauchgang geht es darum, welche Tierarten im Korallenriff leben – und darum, welche Aufgaben sie dort übernehmen, damit das empfindliche biologische Gleichgewicht erhalten bleibt.

Dornenkronenseesternund Steinkoralle im Übersee-Museum

„Der Dornenkronenseestern etwa ernährt sich von Steinkorallen, seine Larven von Algen. Wenn nun durch Einleitung von Abwasser oder Dünger zu viele Nährstoffe in ein Riff gelangen, wuchern die Algen. In der Folge kann es zu einem Massenauftreten der Dornenkronenseesterne kommen, die dann wiederum ganze Riffe kahlfressen“, nennt Projektleiterin Michaela Grein ein Beispiel.

Die Unterwasseraufnahmen und die technische Umsetzung des interaktiven Korallenriffs sind das Werk der Agentur Kubikfoto aus Stuhr. „Im Auftrag des Übersee-Museums reiste Agenturchef Holger Weber, ausgebildeter Fotograf, Kameramann und Taucher, im März dieses Jahres nach Ägypten“, berichtet Museumssprecherin Charlotte Altenmüller.

Mit 1,6 Terapixeln das weltweit größte Bild dieser Art

Dort war Weber fünf Tage mit dem Riff beschäftigt. Etwa fünf Monate dauerte es dann insgesamt, bis „aus 156 ausgewählten Einzelaufnahmen das vielschichtige Unterwasserbild eines Korallenriffs entstand“.

„Mit 1,6 Terapixeln ist es tatsächlich das größte seiner Art weltweit“, so Weber. „Es ermöglicht einen Blick auf und in das Korallenriff, den selbst der Taucher vor Ort so nicht hat. Ein Blick aus der Totalen mit Fernglas, wenn man so will.“ Wer möchte, zoomt per Computermaus in das Bild hinein oder wieder heraus, kann größere und kleinere Abschnitte des Riffs genauer betrachten. Hintergrund-Informationen sind per Klick abrufbar: „Wissenswertes zu einzelnen Fischen, Korallen oder weiteren Lebewesen, aber auch Informationen zur Bedeutung der Korallenriffe – etwa im Hinblick auf Themen wie Küstenschutz und Biodiversität – sowie Informationen zu Gefahren wie zum Beispiel Überfischung“, heißt es.

Virtuelle Tauchgänge passen zur Digitalstrategie des Bremer Übersee-Museums

„Entstanden ist so ein virtueller Lernort, den zu erkunden Spaß macht – und der Wissen auf eine Art und Weise vermittelt, die Menschen verschiedener Altersgruppen und Interessen anspricht“, so Professorin Wiebke Ahrndt, die Direktorin des Übersee-Museums. Damit fügt sich das virtuelle Korallenriff in die Digitalstrategie des Museums ein, in der formuliert wird: „Wir räumen physischen und digitalen Besuchern den gleichen Stellenwert ein und betrachten somit auch rein digitale Museumserlebnisse als erstrebenswerte Ziele zur Vermittlung der Geschichten rund um das Museum und seiner Sammlungen.“ Folgerichtig sind englischsprachige Texte für das virtuelle Riff in Arbeit.

Zurück in die analoge Welt: Während der Museums-Veranstaltungsraum „Diorama“ bereits mit einem 360-Grad-Foto des Riffs ausgestattet wurde, will das Haus zudem 2021 eine Ausstellung zu Korallenriffen eröffnen. Sie wird im Kabinett und in der Ozeanienabteilung zu sehen sein, so Altenmüller.

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