Vierjähriger Sohn verbrüht

Eltern nach Heißwasser-Misshandlung vor Gericht

Bremerhaven - Ein 31 Jahre alter Mann und eine 28-jährige Frau müssen sich seit Dienstag wegen schwerer Misshandlung ihres vierjährigen Sohnes vor Gericht verantworten.

Laut Anklage sollen sie das Kind im Juli 2014 in Bremerhaven „bewusst und gewollt“ mit heißem Wasser verbrüht haben. Das Kind hatten sie zuvor entkleidet und das Wasser im Wasserkocher erhitzt. Der Vorwurf lautet unter anderem auf gemeinschaftliche Misshandlung von Schutzbefohlenen.

Der Vierjährige erlitt damals Verbrühungen zweiten Grades am Rücken, am Hinterkopf, an beiden Händen und der linken Fußsohle. Weil die Angeklagten mehrere Tage mit dem Kind nicht zum Arzt gingen, habe sich das Risiko eines lebensbedrohlichen Flüssigkeitsverlustes und großflächiger Entzündungen in kritischer Weise erhöht.

Der am 23. Januar eröffnete Prozess war zunächst unterbrochen worden, da die Verhandlungsfähigkeit der 28-Jährigen geprüft werden musste.

dpa

Rubriklistenbild: © Köhnken

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