Beim Jugendzirkusfestival steht der Austausch im Vordergrund

Vielfalt konstruktiv nutzen

Die drei Akrobaten Matheo, Serena und Alessia proben im Zirkuszelt im Bremer „Licht-Luft-Bad“ ihren Auftritt. Aber nicht nur artistisches Können steht im Vordergrund. Beim Internationalen Jugendzirkusfestival in Bremen knüpfen die Jugendlichen auch Kontakte zu Teilnehmern aus anderen Nationen. ·
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Die drei Akrobaten Matheo, Serena und Alessia proben im Zirkuszelt im Bremer „Licht-Luft-Bad“ ihren Auftritt. Aber nicht nur artistisches Können steht im Vordergrund. Beim Internationalen Jugendzirkusfestival in Bremen knüpfen die Jugendlichen auch Kontakte zu Teilnehmern aus anderen Nationen. ·

Bremen - Von Elena ZelleEin Mädchen tanzt auf dem Seil, streckt seinen Fuß im Takt der Musik, ein anderes rollt stehend auf einem großen Gymnastikball durch die Manege. 80 Jugendliche aus Bremen, Belgien, Italien, Schweden und den Niederlanden proben derzeit beim internationalen Jugendzirkusfestival in Bremen für ihren großen Auftritt am Wochenende.

Noch sind die Holzbänke rund um die Manege leer, nur der Trainer der probenden Truppe „Cirkus in Beweging“ aus Belgien, Toon van Gramberen, fiebert nervös bei jeder Übung mit. Hinterher ist er aber sehr zufrieden mit dem Training im großen Zirkuszelt. „Es ist schön zu sehen, dass die Jugendlichen Energie und Arbeit investieren“, lobt er die Gruppe der 13- bis 17-Jährigen. Aber es kommt beim Zirkusfestival nicht nur auf das Training an, vor allem der Austausch der internationalen Nachwuchs-Artisten steht im Vordergrund. „Hier ist es recht leicht, Kontakte zu knüpfen, weil die jungen Leute alle etwas gemeinsam haben“, meint der Trainer.

Diesen Austausch haben die Organisatoren auch zum Motto des Festivals gemacht: „Bridges for Youth – Living diversity, Brücken für Jugendliche – Vielfalt leben“. „Dabei geht es nicht nur um die Herkunft, auch um Lebensformen, Kultur und Identität“, erläutert Organisatorin Anette Klasing. „In Workshops und dem alltäglichen Miteinander soll deutlich werden, wie man diese Vielfalt konstruktiv nutzen kann.“ Vielfalt zu vermitteln, müsse zwar in allen Bereichen der Jugendarbeit möglich sein, trotzdem sei der Zirkus wie gemacht dafür: „Zum einen können solche Themen auch in der Manege dargestellt werden, da kann man ganz viel machen. Zum anderen arbeiten die Zirkusartisten ohnehin viel mit ihrem Körper und der Mimik, was viel Offenheit erfordert.“

Für Klasing von der Jugendbildungsstätte Lidice-Haus ist besonders wichtig, dass die Begegnung untereinander im Vordergrund steht: „Wir wollen keinen Wettbewerb unter den Artisten, viel wichtiger ist, dass die jungen Leute miteinander und voneinander lernen.“

Teilnehmer Damian Bosch (15) aus den Niederlanden schätzt am Zirkusfestival, dass er mal andere Disziplinen ausprobieren kann als seine eigene, das Jonglieren. „Wenn man es einmal kann, ist es leicht“, sagt er. Zuerst habe er aber ein paar Jahre gebraucht, bis er mit drei Bällen jonglieren konnte, jetzt lerne er sehr schnell dazu. Vor allem beim Festival. „Es sind so viele nette Leute da, die einem was zeigen. Auch die Workshops sind sehr gut.“

Bisher wurde geprobt, seit gestern stehen die Aufführungen im Zirkuszelt am „Licht-Luft-Bad“ an. Dort zeigen die sieben teilnehmenden Gruppen Elemente ihrer Shows und ein gemeinsames Programm, das sie in Workshops wie „Akrobatik“, „Clownerie“ und „Jonglage“ gemeinsam erarbeiten. · lni

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