Mit einer zweistündigen Feier in der Bremen-Arena werden heute die „Special Olympics“ eröffnet

Ein Eid und viele Überraschungen

Die „Flamme der Hoffnung“ ist am Sonnabend am Bremer Rathaus angekommen. Zwei Läufer übergaben sie Bürgermeister Jens Böhrnsen. Heute Abend wird bei der Eröffnungsfeier der „Special Olympics“ in der Bremen-Arena mit der „Flamme“ das olympische Feuer der Spiele entzündet.

Bremen - Von Jörg Esser · Die „Flamme der Hoffnung“ ist in Bremen angekommen. Und wird heute Abend wird sie in der Bremen-Arena auf der Bürgerweide das olympische Feuer entzünden. In der ehemaligen Stadthalle findet die Eröffnungsfeier der „Special Olympics“ statt, der nationalen Spiele für Menschen mit geistiger Behinderung. Um 19.30 Uhr geht’s los, rund 11 000 Besucher, darunter 4 550 Athleten, werden erwartet.

„Lasst mich gewinnen, doch wenn ich nicht gewinnen kann, so lasst mich mutig mein Bestes geben“ – so lautet der markante Athleten-Eid der „Special Olympics“. Roman Eichler, Athletensprecher der Spiele, und Sportpate Frank Baumann, Kapitän der Werder-Meistermannschaft von 2004, werden ihn heute gemeinsam sprechen. Der Eid ist wichtiger Bestandteil des Zeremoniells. Auch Jens Böhrnsen spielt darin eine Hauptrolle. In seiner aktuellen Doppelfunktion als Bremer Bürgermeister und deutsches Staatsoberhaupt wird der Sozialdemokrat die „National Games“ eröffnen. Mit dabei in der Bremen-Arena ist ein weiterer ranghoher Bremer – Kulturstaatsminister Bernd Neumann (CDU). Als einer von sechs Fahnenträgern fungiert derweil Prinz Leopold von Bayern.

Viel mehr verraten die Organisatoren der Spiele noch nicht. Kryptisch werden „viele Überraschungen für die Athleten“ angekündigt. Die rund zweistündige Feier soll die „Special-Olympics-Familie“ auf eine ereignisreiche Woche unter dem Motto „In jedem von uns steckt ein Held“ einstimmen. Bis Sonnabend, 19. Juni, werden in 20 Sportarten, von Fußball und Leichtathletik über Schwimmen, Tischtennis und Volleyball bis hin zu Boccia, Kraftdreikampf, Golf und Reiten fast 5 000 Medaillen vergeben. „Das ist in diesem Jahr die größte Multisportveranstaltung in Deustchland“, sagt der Präsident des Organisationskomitees, Prof. Dr. Hans-Jürgen Schulke. Und weiter: „Die Athleten werden zu Helden und treten ins Rampenlicht.“ Neben dem sportlichen Ehrgeiz geht es um den Spaß und um das Miteinander.

Das vom Kulturstaatsminister mit 120 000 Euro geförderte Projekt „Bewegungskünstler“ mit 550 Akteuren, ein umfangreiches Rahmen- und Kulturprogramm sowie der internationale wissenschaftliche Kongress „Inklusion und Empowerment“ mit 150 Fachleuten ergänzen das Programm der „Special Olympics“.

In der Pauliner Marsch rund ums Weserstadion wird die „Olympic Town“ aufgebaut – eine Pagodenzeltstadt als bunte Begegnungsstätte von Menschen mit und ohne Behinderung. Sie bildet das Zentrum des Festgeländes. Für den Sportbeauftragten der Vereinten Nationen, Willi Lemke, haben die Spiele eine besondere Bedeutung. „Sie machen in der Öffentlichkeit deutlich, dass die Arbeit mit Behinderten, das Leben von Behinderten ein fester Bestandteil unserer Gesellschaft ist.“

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