Bahn-Greenhorn Politt bittet um Geduld

Sixdays Bremen: Theo Reinhardt ist noch etwas angeschlagen

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Kann wieder lächeln: Theo Reinhardt (li.) startete gestern in Bremen. Partner Morgan Kneisky (re.) und der sportliche Leiter Erik Weispfennig freuen sich mit.

Bremen - So richtig gesund hört sich anders an. Theo Reinhardt, einer der Favoriten auf den Sieg beim gestern gestarteten 56. Bremer Sechstagerennen, war noch anzuhören, dass er gerade dabei ist, einen Infekt abzuschütteln. Mit etwas belegter Stimme meinte der 29-jährige Berliner ein paar Stunden vor dem Startschuss im Rahmen der Fahrerbesprechung: „Ich fühle mich sicherlich noch nicht topfit, aber es wird irgendwie gehen.“

Rückblende: Bei den Sixdays in Rotterdam lag Reinhardt zusammen mit seinem Weltmeister-Partner Roger Kluge vor der letzten Nach in Führung – musste am Dienstag aber vom Rad steigen und aufgeben. „Ich habe nicht mehr richtig Luft bekommen“, schilderte das Mitglied des deutschen Bahnvierers seinen Zustand.

Danach ging es sofort ab ins Hotel. „Da habe ich viel geschlafen und vor allem viel inhaliert, um die Atemwege wieder frei zu bekommen. Am Mittwoch bin ich dann nach Bremen gefahren und habe mich auch noch mal von einem Mannschaftsarzt des SV Werder Bremen untersuchen lassen, damit ich sicher weiß, dass mit der Lunge nichts ist. Ein verschleppter Infekt kann üble Folgen haben“, meinte Reinhardt, der in der Hansestadt mit Partner Morgan Kneisky (Frankreich) zu den Topfavoriten zählt.

Ein kleines Handicap – allerdings der anderen Art – hat auch ein weiterer deutscher Fahrer: Nils Politt. Der Kölner ist nicht krank, hat aber als Bahnfahrer so gut wie keine Erfahrung: „Das stimmt. Deshalb habe ich vor Bremen noch zwei Trainingstage auf der Bahn eingeschoben. Mir ist klar, dass das vielleicht nicht reicht. Die ersten beiden Tage werden auf der technisch schweren Bremer Bahn bestimmt nicht leicht für mich. Da muss mir Kenny de Ketele über die Runden helfen.“ Der zweifache Bremen-Sieger de Ketele will das auch tun. „Nils ist ein feiner Kerl und hat als toller Straßenfahrer eine gute Grundqualität. Er wird das schon packen“, meinte der 34-jährige Belgier gestern.

Und Bremens sportlicher Leiter Erik Weispfennig ergänzte noch: „Nils ist sehr lernfähig. Er wird schnell heraus haben, wie das auf der Bahn läuft. Und in Kenny hat er einen der besten Lehrmeister der Welt.“

Danach hielt Weispfennig die Fahrer noch dazu an, zu den einzelnen Wettbewerben bitteschön pünktlich auf der Bahn zu erscheinen: „Ihr alle habt die Zeitpläne bekommen. Also haltet euch dran, damit es keine großen Pausen gibt.“

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